Zusammenfassung
Grundproblematik und Fragestellung: Die perkutane dilatative Tracheotomie ist ein neueres Verfahren für den endotrachealen
Zugang bei maschinell beatmeten Patienten, das auf der Intensivstation am Krankenbett
durchführbar ist. In der vorliegenden Arbeit soll dieses Verfahren vorgestellt und
über die Ergebnisse berichtet werden.
Patienten und Methodik: Im Zeitraum vom 1. 5. 1994-31. 5. 1996 wurde bei 112 Patienten (82 Männer, 30 Frauen,
mittleres Alter 50,7 Jahre), bei denen eine maschinelle Beatmung über mehr als 10
Tage zu erwarten war, eine Dilatationstracheotomie durchgeführt. Es wurden die bei
der Tracheotomie auftretenden Komplikationen, Spätschäden und das kosmetische Ergebnis
nach Dekanülement beurteilt.
Ergebnisse: Während des Eingriffs traten keine schwerwiegenden Komplikationen auf. Bei neun Patienten
kam es zu Fehlpunktionen, die jedoch problemlos korrigiert werden konnten. Zu Komplikationen,
die eine temporäre Unterbrechung der Tracheotomie zur Folge hatten, gehörten akzidentelle
Extubationen und Beatmungsschwierigkeiten (bei jeweils zwei Patienten). Spätschäden
durch die dilatative Tracheotomie waren nicht zu beobachten, das kosmetische Ergebnis
wurde mit sehr gut bis gut bewertet.
Folgerung: Die Dilatationstracheotomie ist ein einfaches, relativ leicht erlernbares Verfahren.
Die Komplikationsrate ist gering, Spätschäden treten äußerst selten auf, und das kosmetische
Ergebnis nach Verschluß des Tracheostomas ist hervorragend.
Abstract
Background and objective: Percutaneous dilatational tracheostomy (PDT) is a recently developed method to obtain
endotracheal access, also at the bed-side, in ventilated patients. The procedure is
described and results are presented.
Patients and methods: PDT was performed in 112 patients (82 men, 30 women, average age 50.7 years) between
1. 5. 1994 and 31. 5. 1996, in all cases expected to require more than 10 days of
assisted ventilation. All complications, late sequelae and cosmetic results after
decannulation were analysed.
Results: No serious complications were noted during the procedure. Erroneous puncture occurred
in nine patients, but were corrected without problem. Complications necessitating
temporary interruption of the tracheostomy consisted of accidental extubation and
ventilatory problems (two patients each). There were no late sequelae and the cosmetic
results were judged to be very good.
Conclusion: PDT is a simple and relatively easily learned procedure. It has a low complication
rate, late sequelae are very rare and cosmetic results after closure of the tracheostomy
are excellent.