Abstract
Stimulation of an individual with HLA antigen of a single foreign specificity will
produce antibody not only against the stimulatory antigen, but also against related
specidicities. This may reflect the complexity of the antigens and the presence of
a number of antigenic determinants. Including the hypothesis of a common origin of
HLA-genes, there may be groups of still similar HLA-antigens, which can only be divided
serologically, but not functionally (= CREGs; Cross-REactive-Groups). HLADR4 is a
well known genetiv marker for rheumatoid arthritis (RA) for a long time now.The fact,
that only two thirds of patients are DR4-positive can be explained in that way, that
there might be other HLA-antigens involved in disease-disposition. Therefore we studied
32 patients with seropositive RA in their association to the HLA-B-CREGs (B5-, B8-,
B12-, B16, B27-CREG). We can find only a weak association of seropositive RA and B12-CREG-antigens
(Chi2 = 11,96; p < 0,05), without any clinical relevance. HLA-B-CREG-genes may not be relevant
for disease-disposition to seropositive RA.
Zusammenfassung
Bei Kontakt mit einem monospezifischen HLA-Antigen reagiert ein menschliches Individuum
mit der Produktion von monospezifischen, overlapping und kreuzreagierenden Antikörpern,
die eine Mehrzahl von Antigen-Determinanten abdecken können. Diese Erscheinung reflektiert
die Komplexität eines Antigens und die Vielzahl seiner Reaktionsmöglichkeiten. Nach
der Hypothese, daß die HLA-Gene einem gemeinsamen Ursprung entstammen und sich durch
Evolution expansiv verändern, haben wir angenommen, daß es serologisch schon eindeutig
unterscheidbare, funktionell aber, für die Krankheits-Disposition noch gleichwertige
Gruppen von HLA-Allelen ( = CREGs; Cross-REactive-Groups) gibt. HLA-DR4 gilt seit
längerer Zeit schon als signifikanter genetischer Marker der chronischen Polyarthritis
(c.P.). Die Tatsache, daß etwa nur 2/3 aller Patienten DR 4-positiv sind, könnte man
damit erklären, daß auch noch andere HLA-Antigene in die Krankheitsdisposition involviert
sind. Wir haben daher 32 Patienten mit seropositiver c.P. bezüglich ihrer Assoziation
zu den HLA-B-CREGs (B5-, B8-, B12-, B16-, B27-CREG) untersucht. Als Ergebnis fanden
wir lediglich eine wenig signifikante Assoziation mit der B12-CREG (Chi2 = 11,96; p < 0,05) ohne jegliche klinischphänomenologische Relevanz. Daraus ist abzuleiten,
daß die HLA-B-CREG-Gene für die Krankheitsdisposition der seropositiven c. P. keine
zusätzliche Bedeutung haben.