Zusammenfassung
Die Verwendung einer hochmolekularen Guarfraktion bei der Kontrastierung der Dünndarmschleimhaut
erlaubt die Zottenauskleidung des Dünndarms detailliert darzustellen. Einer diffusen
Zottenatrophie läßt sich ein Fehlen der normalen granulären Zeichnung zuordnen; eine
segmental aufgehobene Zeichnung findet sich z. B. bei der radiogenen Enteritis. Bei
Morbus Crohn ist bei aktiver Erkrankung neben den segmentalen entzündlichen Veränderungen
eine diffuse Vergröberung des Schleimhautmusters zu erkennen. Umschrieben kann ein
vergröbertes Schleimhautmuster im Jejunum bei einer gering ausgeprägten Malabsorption
gefunden werden. Hinweise auf ein intestinales Proteinverlustsyndrom sind röntgenologisch
eine flaue und vergröberte Schleimhautzeichnung im unteren Ileum mit Verbreiterung
der Kerckringschen Falten und ein vermehrter Flüssigkeitsgehalt der Darmschlingen.
Summary
Use of a special high molecular guar preparation in small bowel contrast studies results
in a roentgenological detection of the villous architecture of the small intestine.
A diffuse villous atrophy results in a loss of the normal granular pattern. Segmental
loss of granular mucosal texture is found in chronic radiogenic enteritis. In active
Crohn's disease a coarser diffusely distributed granular appearance of the mucous
surface occurs in addition to the segmental inflammatory changes. A coarse granular
mucosal pattern with only segmental involvement is seen in mild malabsorption syndrome
in the upper jejunum. Radiological signs for an intestinal protein loss syndrome is
a coarsened and weakly contrasted granular mucosal pattern in the lower ileum with
moderate thickening of the jejunal folds and increased liquid content of the bowel.