Abstract
Twenty patients (7 male, 13 female) with rheumatoid arthritis received four weeks'
treatment with each of piroxicam (20 mg od) and indomethacin (24 mg tid). The active
treatments were given in random order and were preceded and separated by one week
placebo periods. Treatment was double-blind throughout. One patient withdrew for lack
of efficacy (indomethacin). Efficacy and safety were evaluated for 19 patients who
completed the study. Both piroxicam and indomethacin were effective (as judged by
reduction in pain, number of painful joints, articular index, duration of morning
stiffness, thermographic index, and paracetamol consumption, and by improvement in
grip strength and overall condition). Significant differences between the two drugs
were all in favor of piroxicam (grip strength left hand, number of painful joints,
duration of morning stiffness, articular index). Adverse effects were few (2 placebo,
5 piroxicam, 7 indomethacin). Slight falls in haemoglobin and slight rises in blood
urea were associated with both agents. Patient preference was 11.3 in favour of piroxicam
and eight patients on long-term maintenance with piroxicam (mean 6 months) continued
to be well-controlled without adverse effects. Piroxicam 20 mg od seems to be a well
tolerated and effective agent for the treatment of rheumatoid arthritis.
Zusammenfassung
20 Patienten (7 Männer, 13 Frauen) mit chronischer Polyarthritis (rheumatoider Arthritis)
wurden für einen Zeitraum von 4 Wochen mit jeweils einer einzigen Tagesgabe von Piroxicam
(20 mg) bzw. mit Indometacin (24 mg 3mal täglich) behandelt. Die Reihenfolge der zur
Behandlung kommenden Patienten war randomisiert, In jedem Fall ging eine einwöchige
Plazebobehandlung voraus. Die Anlage des Versuchs entsprach stets dem Doppelblindschema.
Da bei einem Patienten keine Wirkung zu verzeichnen war (Indometacin) wurde er aus
dem weiteren Verlauf des Versuchs ausgeschlossen. Die Wirksamkeit und Sicherheit wurden
bei 19 Patienten ermittelt, die für die Gesamtdauer des Versuchs zur Verfügung standen,
ohne daß die Behandlung abgebrochen werden mußte. Sowohl Piroxicam als auch Indometacin
erwiesen sich als wirksam (wobei folgende Kriterien zur Beurteilung herangezogen wurden:
Verminderung der Schmerzen, Anzahl der schmerzenden Gelenke, Gelenkindex, Dauer der
Morgensteife, thermographischer Index und Paracetamolverbrauch sowie Zunahme der Griffstärke
und Allgemeinzustand). Alle signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Präparaten
fielen zugunsten von Piroxicam aus (Griffstärke der linken Hand, Anzahl der schmerzenden
Gelenke, Dauer der Morgensteife, Gelenkindex). Nur in wenigen Fällen wurden ungünstige
Wirkungen beobachtet (2 Plazebo, 5 Piroxicam, 7 Indometacin). Bei beiden Substanzen
wurde eine leichte Abnahme des Hämoglobins und leichte Zunahmen der Blutharnstoffwerte
festgestellt. Das Verhältnis der Bevorzugung von Piroxicam gegenüber Indometacin betrug
11,3. Bei 8 Patienten unter Langzeitbehandlung mit Piroxicam (Mittel: 6 Monate) konnte
die Krankheit weiterhin gut beherrscht werden, ohne daß ungünstige Nebenwirkungen
aufgetreten wären. Daraus kann geschlossen werden, daß Piroxicam bei einer einzigen
Tagesgabe von 20 mg gut vertragen wird und ein wirksames Mittel zur Behandlung der
chronischen Polyarthritis (rheumatoiden Arthritis) darstellt.