Summary
The event-related potentials after a competitive visual stimulation are presented.
The stimulation with target stimuli results in two pronounced positive potentials
in the grand-average, the P2 and the P3 component of the ERP, and a long-lasting positivity
following the P3 wave. Similar but smaller potential components are elicited by non-target
stimuli. Some examples of individual ERP demonstrate the high degree of inter-individual
variability, as in the positive components as in the restoration of the postStimulus
baseline. Some aspects of a possibly fundamental difference between visually and acoustically
elicited P300 waves are demonstrated.
Zusammenfassung
Die mit der Methode der kompetitiven visuellen Stimulation erhaltenen ereigniskorrelierten
Potentiale werden vorgestellt. Dabei zeigen sich bei der Stimulation mit Zielreizen
im Grand-Average zwei gut abgrenzbare positive Potentiale, die P2- und die P3-Welle
des ereigniskorrelierten Potentials, sowie eine sich nur langsam zurückbildende Positivität
nach der P3-Welle. Die gleichen Potentialanteile lassen sich auch nach Nicht-Zielreizen,
wenn auch deutlich kleiner, nachweisen. Die Beschreibung der individuellen ereigniskorrelierten
Potentiale an Hand einiger Beispiele zeigt die hohe inter-individuelle Variabilität
sowohl in den positiven Komponenten wie auch in der Art und Dauer der Potentialrückbildung.
Es werden Hinweise für eine möglicherweise prinzipielle Unterschiedlichkeit der akustisch
und der visuell ausgelösten P300-Wellen aufgezeigt.
Key words
Visual event related potentials - P300