Zusammenfassung
Aus dem Klientel einer gynäkologischen Praxis (982 Patientinnen) wurden 49 Frauen
mit unterschiedlich ausgeprägten Beschwerden nach Tragen eines Intrauterinpessars
allergologisch untersucht. Zugleich wurden bei ihnen sowie bei einer Kontrollgruppe
Endometriumproben histologisch untersucht. Bei 38 der 49 Probandinnen bestand eine
Nickelallergie. Neun, darunter acht mit einer Nickelsensibilisierung, reagierten nach
24 Stunden auf eine 1 %ige Kupfersulfatlösung. Nach 72 Stunden fand sich nur noch
bei sechs Frauen eine Reaktion. Nur eine einzige Patientin reagierte noch auf weitere
Verdünnungen der Testlösung, doch blieb bei ihr die 48stündige Applikation der Kupferspirale
auf dem Oberarm negativ. Lediglich in diesem Fall kann mit einiger Sicherheit angenommen
werden, daß eine - wenn auch schwach ausgeprägte - Kupferallergie vorlag. Die histologischen
Untersuchungen ergaben keinen Hinweis auf einen allergischen Prozeß im Endometrium.
Die Untersuchungsergebnisse berechtigen zu der Feststellung, daß die Kupferallergie
extrem selten ist.
Abstract
Allergological examinations were conducted on 49 women (out of a gynaecological clientele
of 982) with different degrees of complaints after wearing an intrauterine device
(IUD). At the same time, they and a control group had an histological examination
of endometrial biopsies. Nickel allergy was found in 38 of the 49. Nine of them (eight
with a nickel sensitivity) reacted within 24 hours to an application of a 1 % copper
sulphate solution. A reaction was still present 72 hours later in six women. Only
one woman still reacted to further dilution of the test solution, but 48-hour application
of the copper spiral to her forearm was negative. It is only in this patient that
a (though very weak) copper allergy can be accepted with certainty. There was no evidence
of an endometrial allergy histologically. The results justify the view that copper
allergy is extremely rare.