Zusammenfassung
Bei elf Patienten mit zum Teil ausgedehntem Perikarderguß wurden nach Punktion des
Perikardraums 10-20 ml Kontrastmittel in den Herzbeutel injiziert. Dadurch wurde im
Durchleuchtungsbild der Perikarderguß direkt erkennbar und die einwandfreie Lage der
Punktionskanüle im Herzbeutel sichergestellt. Das vollständige Absaugen des Perikardergusses
konnte unter Durchleuchtungskontrolle gut verfolgt werden. Der durch Kontrastmittel
angefärbte Perikarderguß sowie die ihn umgebenden Strukturen konnten durch Kinekardiographie
mit der 35-mm-Kamera dargestellt werden (»Perikardiographie«). Bei zwei Patienten
erbrachte die Perikardiographie zusätzlich eine wesentliche diagnostische Information
im Vergleich zum Echokardiographiebefund. Die direkte Kontrastmitteldarstellung von
Perikardergüssen und des Herzbeutels verbessert die Sicherheit während der Perikardpunktion
und erweitert die diagnostischen Möglichkeiten insbesondere bei unklaren Perikarderkrankungen
und bei gekammerten Perikardprozessen.
Abstract
After aspiration of the pericardial space 10 to 20 ml of contrast medium were injected
into the pericardial sac in 11 patients with in part large pericardial effusions.
Thus the effusion became directly visible on fluoroscopy and a satisfactory position
of the aspiration cannula in the pericardial sac was ascertained. Complete drainage
of the pericardial effusion could be well observed by fluoroscopy. The pericardial
effusion dyed by contrast medium and the surrounding structures could be filmed by
kinecardiography with a 35 mm camera (»pericardiography«). In contrast to echocardiography
pericardiography resulted in additional important diagnostic information in two patients.
Direct contrast medium demonstration of pericardial effusions and of the pericardium
improves the safety during pericardial aspiration and enlarges the diagnostic possibilities
particularly in ill-defined pericardial diseases and septated pericardial processes.