Die Folgen des Feinstaubs, Rauchverbote, E-Zigaretten – darüber berichten die Medien
nicht selten. Das gilt auch für die Resistenz vieler Tbc-Erreger und über Themen wie
Asthma, COPD, Mukoviszidose, Pneumonie und Lungenkrebs. Das Fach aber, das sich seit
langer Zeit am kompetentesten damit befasst, die Pneumologie, kommt dabei nicht immer
vor.
An diesem Mangel möchte der Medienpreis der Deutschen Lungenstiftung, der Wilhelm
und Ingeborg Roloff-Preis (WIR-Preis), etwas ändern. Er wird für die Jahre 2017 und
2018 zum zwölften, aber auch zum letzten Mal, ausgeschrieben. Ihn können Journalistinnen
und Journalisten für die mustergültige Darstellung pneumologischer Themen bekommen.
Der erste Preis ist mit 3000 Euro dotiert, der zweite mit 2000 Euro.
Beiträge für den nächsten WIR-Preis werden bis zum 15. Januar 2019 erbeten an die
Deutsche Lungenstiftung, Reuterdamm 77, 30853 Langenhagen (nähere Auskunft unter 0511/215 51 10).
Bis zu diesem Termin sind vier Originale oder Kopien des Beitrags einzureichen. Die
Preisverleihung ist wie in den vergangenen Jahren innerhalb des Jahreskongresses der
Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin vorgesehen, der im März
2019 in München stattfinden wird.
Bewerben können sich Journalistinnen und Journalisten mit höchstens drei Beiträgen,
die sie 2017/2018 in deutscher Sprache veröffentlichten. Zulässig sind Eigenbewerbungen
ebenso wie Empfehlungen durch Dritte. Ärztinnen und Ärzte werden deshalb sehr herzlich
gebeten, Beiträge, die ihnen positiv aufgefallen sind, so rechtzeitig vorzuschlagen,
dass eine Bewerbung noch möglich ist.
Der Preis ist benannt nach dem Lungenfacharzt und Tbc-Forscher Dr. med. habil. Wilhelm
Roloff (er starb 1949 als Chefarzt der Lungenheilstätte Donaustauf) und dessen Ehefrau
Ingeborg Roloff. Die Mittel für den Preis haben die vier Söhne gestiftet. Sie wollten
im Sinne ihrer Eltern, jedoch auch im Interesse der Allgemeinheit, etwas zur Aufklärung
über die beachtlichen Leistungen dieses wichtigen, aber selbst an Universitäten stark
vernachlässigten Faches tun; nach 20 Jahren schreiben sie ihn nun aus Altersgründen
zum letzten Mal aus. Ihr Vater Wilhelm Roloff war Autor der „Lungentuberkulose“ (Springer
1948) und des „Tuberkulose-Lexikons“ (Thieme 1949) und in mehreren Gremien der Lungenheilkunde
und Tbc-Bekämpfung aktiv.
Willkommen sind Arbeiten zur Früherkennung, Prävention und Therapie von Lungenkrankheiten,
aber auch zu Nichtraucher-Initiativen, zu Strategien der Tabakindustrie und zur medizinischen
Bedeutung von Tabakwerbeverboten. Auch medizinhistorische Beiträge werden gern angenommen,
etwa zur Geschichte der Tbc und der Lungenheilstätten.
Die Jury wird alle eingereichten Beiträge nach wissenschaftlichen und journalistischen
Kriterien sorgsam bewerten. Mitglieder der Jury sind
Prof. Dr. med. Harald Morr, Lungenfacharzt und Internist (Weilburg), Vorsitzender der Deutschen Lungenstiftung,
bis 2010 Chefarzt der Pneumologischen Klinik Waldhof Elgershausen,
Prof. Dr. med. Gerhard Siemon, Lungenfacharzt, Internist und Umweltmediziner (Donaustauf), Mitglied im Kuratorium
der Deutschen Lungenstiftung, bis 2002 Chefarzt der Klinik Donaustauf,
Prof. Dr. phil. Walter Hömberg, Kommunikationswissenschaftler (München), bis 2010 Professor für Journalistik an der
Universität Eichstätt/Ingolstadt,
Dr. sc. hum. Karin Henke-Wendt, Diplom-Biologin und Wissenschaftsjournalistin (Eltville), und
als Koordinator Dr. phil. Eckart Roloff, Wissenschaftsjournalist (Bonn), Mitglied im Kuratorium der Deutschen Lungenstiftung,
zu erreichen unter ekroloff@web.de.