als ich mich entschlossen hatte, der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie
in diesem Jahr das Motto „Phlebologie – national und international“ zu geben, ließ ich mich von 2 Gedanken leiten: Die Vielfalt der internationalen
Phlebologie mit ihren unzähligen wissenschaftlichen Schulen sollte unsere Gesellschaft
bereichern und die internationale Fachwelt sollte ihrerseits teilhaben an unserer
starken Phlebologie.
Die DGP-Tagung in Mitteldeutschland zum ersten Mal als internationaler Kongress!
Nachdem die Planung unserer Veranstaltung im Frühjahr bereits weit vorangeschritten
war, bekam der Gedanke der Internationalität eine weitere Dimension. Die Corona-Pandemie
vereinigte die medizinische Community weltweit mit einer unvorhergesehenen und vollkommen
neuen Thematik. Gleichzeitig musste sich der fachliche Austausch neue Wege bahnen.
Für unsere Tagung ergaben sich daraus zwei Konsequenzen: Das Thema COVID-19 durfte
im bereits vorbereiteten Programm nicht fehlen und das Konzept der Konferenz musste
überarbeitet und an die erforderlichen hygienischen und logistischen Voraussetzungen
angepasst werden. Es galt, einen Hybrid-Kongress entstehen zu lassen, der es unseren
deutschen und internationalen Gästen sowie Referenten ermöglicht, im Falle von Reisebeschränkungen
auch online teilzunehmen.
Ich darf Sie nun mit großer Freude zu einer spannenden Jahrestagung in Leipzig willkommen
heißen. Damit sie als vielleicht erste größere Tagung in Europa nicht nur virtuell,
sondern auch als Live-Event ein Erfolg wird, möchte ich Sie herzlich einladen zu kommen:
mit der unserer Gesellschaft eigenen Begeisterungsfähigkeit und mit dem unserem Berufsstand
eigenen hygienischen Verantwortungsbewusstsein.
Es erwarten Sie neben einem hochklassigen internationalen wissenschaftlichen Programm
bewährte und frisch überarbeitete Formate wie Ultraschall-Workshops und Hands-on-Kurse.
Für Kolleginnen und Kollegen aus Assistenzberufen wurde das Angebot wieder durch einen
ICW-Refresher-Kurs erweitert.
Als Ergebnis unserer Vorbereitungen darf ich Sie mit dieser Kongressausgabe unserer
Zeitschrift neugierig machen auf unser hochinteressantes Programm. Als Vorgeschmack
auf die Konferenz dürfen Sie sich unter anderem auf Beiträge zur Sklerotherapie und
zur endovenösen Varizentherapie von Kolleginnen und Kollegen aus unseren Nachbarländern
Polen, Frankreich und den Niederlanden sowie aus den USA freuen. Weitere Themenschwerpunkte
werden in diesem Jahr Störungen im pelvinen Venensystemsystem sowie Venen- und Gefäßerkrankungen
im Zusammenhang mit der Berufsausübung darstellen. Lernen Sie von der deutschen und
der internationalen Fachwelt mehr über innovative diagnostische und therapeutische
Verfahren.
Meinen herzlichen Dank möchte ich dem Wissenschaftlichen Beirat, allen Referenten
und Vorsitzenden sowie unseren Partnern aus der Industrie zum Ausdruck bringen, mit
denen gemeinsam unser Programm entstanden ist, und nicht zuletzt unserer Kongress-Agentur
Wikonect, die die Tagung trotz der außergewöhnlichen Situation mit gewohnter Professionalität
und Kreativität überhaupt möglich gemacht hat.
Das Hauptprogramm und die Abstracts der Jahrestagung finden Sie auf der Kongress-Homepage:
www.phlebologie-2020.de.
Ihr Dr. Tobias Hirsch
Kongresspräsident der 62. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie,
Leipzig, 2. bis 5. September 2020