Forschungsergebnisse lassen sich anhand von Strategien in die Praxis übernehmen. Das
ergab eine Studie des Ergotherapeutenteams um Elizabeth Caldwell des Princess Alexandra
Krankenhauses in Brisbane, Queensland, Australien.
2001 schuf das Lehrkrankenhaus mit Unterstützung der Universität von Queensland in
der Ergotherapieabteilung eine halbe Forschungsstelle. 2002 erkannten der Direktor
und die Teamleitungen den Bedarf, Wirksamkeitsnachweise in die Praxis zu integrieren.
Daraufhin starteten sie ein Projekt, in dem eine Gruppe von Ergotherapeuten Strategien
für diesen Transfer entwickeln sollte. Diese beinhalteten einen Evidence-Based-Practice-(EBP-)Champion
pro Woche zu finden, EBP-Wissen und EBP-Aktivitäten der Mitarbeiter zu bewerten, ein
Lehrprogramm zu unterstützen, eine EBP-Mitarbeiter-Arbeitsgruppe zu entwickeln und
einen Journal-Club einzurichten. Die theoretische Grundlage für dieses Vorgehen bildete
das Modell „Research and Evidence in Practice Program” (REP) der britischen Ergotherapeutin
Pamela Eakin. Ihre Forschungsstrategie besagt, dass Ergotherapeuten Forschungskonsumenten,
Forschungsteilnehmer und aktive Forscher sind.
2005 führten die Abteilungsleiter des Lehrkrankenhauses in Brisbane Workshops für
ihre Mitarbeiter ein und begleiteten diese durch verschiedene Arbeitsgruppen. Künftig
müssen Studien noch herausfinden, wie effektiv dieses Verfahren tatsächlich ist.
evri
AOTJ 2008; 55: 79–84