Die regionale AfnP-Fortbildung in Trier Anfang Juli behandelte die Strategien zur
Optimierung der Therapietreue. PD Stefan M. Weiner, Trier, erläuterte zunächst die
Grundlagen des Kalzium-Phosphat-Haushalts und der Auswirkungen einer Störung, wie
sie bei Dialysepatienten vorkommen. Manfred Breit, Trier, stellte in seinem Vortrag
die Problematik der Phosphatregulation bei Hämodialysepatienten vor. Der Hauptbestandteil
des Seminars war der Workshop zur Optimierung der Therapietreue von der Firma keiro:denkt.
Die Firma Shire Deutschland GmbH unterstützte die gesamte Veranstaltung.
Das Thema der regionalen AfnP-Fortbildung waren die Strategien zur Optimierung der
Therapietreue. Die Ländervertreter Rheinland-Pfalz organisierten und führten das Seminar
am 08.07.2010 durch. Hierbei unterstützten sie die Ländervertreter des Saarlandes.
Manfred Breit, einer der Ländervertreter Rheinland-Pfalz, begrüßte die Teilnehmer
im Namen der AfnP. Da die Firma Shire Deutschland GmbH die Veranstaltung unterstützte,
richtete Karl-Peter Wald als Vertreter der Firma ebenfalls grüßende Worte an die Teilnehmer.
Neues zum Kalzium-Phosphat-Haushalt
Neues zum Kalzium-Phosphat-Haushalt
Wie PD Stefan M. Weiner, Trier, in seinem Vortrag erklärte, ist die Behandlung der
Kalzium-Phosphat- und der Knochenstoffwechselstörungen bei chronischer Niereninsuffizienz
die größte Herausforderung in der Nephrologie: Diese beeinflussen die Überlebensrate
der Dialysepatienten maßgeblich.
Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Knochenstoffwechsel, der Nierenfunktion,
der Nebenschilddrüsenfunktion und dem Gefäßsystem. Phosphat wird in der Niere frei
filtriert und 80 % davon im proximalen Tubulus durch aktive Transportprozesse wieder
rückresorbiert. Der Fibroblastenwachstumsfaktor FGF-23, der im Knochen unter dem Einfluss
des Phosphatspiegels gebildet wird, reguliert maßgeblich das Ausmaß der Phosphatrückresorption
im Tubulus der Niere. Bei zunehmender Einschränkung der Nierenfunktion kommt es zu
einer zunehmenden FGF-23-Ausschüttung. Hierdurch nimmt die Menge an Phosphat zu, die
über die Nieren ausgeschieden werden kann. Dies entspricht einem Kompensationsmechanismus
des Organismus, um einem Anstieg des Phosphatspiegels entgegenzuwirken. Trotzdem steigt
das Serumphosphat beim Abfall der glomerulären Filtrationsrate auf unter 30 ml/min
progredient an. Der Kompensationsmechanismus durch FGF-23 reicht somit nicht aus,
um die Phosphatretention zu verhindern.
Vermehrte Gefäßverkalkung bedingt höhere Mortalität
Vermehrte Gefäßverkalkung bedingt höhere Mortalität
Steigt nun Phosphat im Serum an, so führt dies über komplizierte Mechanismen zu einer
Bioapatitbildung unter dem Einfluss von glatten Muskelzellen der Gefäßwände und über
diesen Mechanismus zur Gefäßverkalkung. Gefäßwandzellen können sich in knochenbildende
Zellen umwandeln. Die Gefäßwand "verknöchert" zunehmend.
Hinsichtlich dieser Gefäßverkalkung spielt auch der Knochenstoffwechsel eine Rolle.
Steigt durch hohe Phosphatbelastung, Vitamin-D- und Kalziummangel das Parathormon
stark an, so werden vermehrt Kalzium und Phosphat aus dem Knochen mobilisiert, was
die Weichteilkalzifizierung weiter fördert. Wird umgekehrt das Parathormon durch eine
zu hohe Kalziumbelastung oder Überdosierung durch aktives Vitamin D zu stark unterdrückt,
führt dies zu einem adynamen Knochen, der kein Phosphat oder Kalzium mehr aufnehmen
kann. Auch dieser Zustand führt zu einer massiven Förderung der Weichteilkalzifizierung.
Es gilt also, die Knochenfunktion im optimalen Bereich zu halten, damit der Knochen
als Puffer für den Kalzium-Phosphat-Überschuss dienen kann.
Ein hohes Phosphat ist in der Normalbevölkerung mit einer erhöhten Mortalität assoziiert,
dies gilt insbesondere für Dialysepatienten, bei denen nachweislich mit steigendem
Serumphosphatspiegel die Überlebensrate absinkt. Kommt zu dem hohen Serumphosphat
noch ein erhöhtes Kalzium und ein erhöhtes Parathormon hinzu, steigt das Mortalitätsrisiko
weiter an. Die Patienten versterben dann insbesondere an den Folgen einer zunehmenden
Gefäßverkalkung, insbesondere der Herzkranzgefäße. Wie Studien zeigen konnten, ist
bereits nach 3 Jahren Dialyse bei 83 % der Patienten Koronarkalk nachweisbar.
Phosphatwert im Normbereich halten
Phosphatwert im Normbereich halten
Bei Gesunden ist der Phosphatspiegel starken Tagesschwankungen unterworfen, mit den
höchsten Werten in der Nacht und den niedrigsten Werten am Vormittag - dies zeigen
aktuelle Studienergebnisse. Ob das auch für Dialysepatienten gilt, ist bislang nicht
gut untersucht. Weitere Studien werden klarstellen, ob eine standardisierte Phosphatbestimmung
bei Dialysepatienten eine bessere Aussagekraft hinsichtlich der tatsächlichen Phosphatbelastung
mit sich bringt.
Ziel der Therapie ist es, das Serumphosphat im Normbereich zu halten. Dies gilt auch
für das Serumkalzium. Das Parathormon wiederum sollte bei Dialysepatienten beim 2-
bis 9-Fachen des oberen Normwertes liegen. Dieser breite Zielbereich erklärt sich
dadurch, dass bei Dialysepatienten der Knochen für eine normale Funktion höhere Parathormonmengen
benötigt. Die erforderliche Parathormonmenge ist individuell allerdings sehr unterschiedlich.
Die Phosphatsenkung erreicht man durch eine Diät und durch Hemmung der gastrointestinalen
Phosphatabsorption durch Phosphatbinder. Die Entfernung von Phosphat durch eine Hämo-
oder Peritonealdialyse ist leider nicht in ausreichendem Maße und nur durch lange
Dialysezeiten möglich. Im Einsatz sind kalziumhaltige Phosphatbinder, die mit einem
höheren Hyperkalzämierisiko verbunden sind im Vergleich zu kalziumfreien Phosphatbindern
wie Sevelamer oder Lanthankarbonat. Diese neueren Phosphatbinder können das Voranschreiten
von Gefäßverkalkungen abmildern. Um das Parathormon im optimalen Bereich zu halten,
sollte man eine möglichste niedrige Dosis der aktiven Vitamin-D-Präparate anstreben,
alternativ kommen selektive Vitamin-D-Rezeptoragonisten wie Paricalcitol oder Kalzimimetika
wie Cinacalcet zum Einsatz, die ein deutlich geringeres Risiko für eine Hyperkalzämie
und -phosphatämie mit sich bringen. Durch Kalzimimetika kann es im Gegenteil auch
zu Hypokalzämien kommen, was engmaschige Kontrollen erforderlich macht. Diese neueren
Therapeutika führen auch zu einem verminderten Bedarf an Nebenschilddrüsenoperationen.
Problematik der Phosphatregulation bei Hämodialysepatienten
Problematik der Phosphatregulation bei Hämodialysepatienten
Richtig dosiertes Phosphat ist lebenswichtig
Manfred Breit, Trier, referierte über die Phosphatregulation bei Hämodialysepatienten.
Phosphate werden im Darm unter der Einwirkung von Vitamin D resorbiert und hauptsächlich
im Knochen gespeichert. Phosphat und Kalzium sind die Hauptbestandteile des Skelettes
im menschlichen Körper. Die Regulation erfolgt vor allem über die renale Ausscheidung,
die über das Parathormon mit der Kalziumausscheidung gekoppelt ist.
Die Funktion und Aufgaben des Phosphates sind vor allem im Bereich der Energiegewinnung
(ATP: Adenosintriphosphat), der Aufrechthaltung der Zellmembran sowie bei Transportvorgängen
und dem Zellwachstum zu sehen. Phosphat ist für den menschlichen Metabolismus also
sehr wichtig. Es gilt allerdings die Aussage von Paracelsus: "Allein die Dosis macht
ein Ding zum Gift." Es gibt also je nach Menge "gutes" und "böses" Phosphat.
Mit zunehmender Niereninsuffizienz verliert die Niere die Fähigkeit, das Phosphat
auszuscheiden und somit in einem geregelten Bereich zu stabilisieren. Folgen dieser
"Hyperphosphatämie" sind unter anderem Verkalkungen von Gefäßen, von Organen, aber
auch sogenannte Weichteilverkalkungen. Symptome einer Hyperphosphatämie sind Juckreiz,
Knochenschmerzen und Frakturen infolge der gestörten Knochenbilanz.
Phosphatbilanz bei Hämodialysepatienten
Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt selbst für "Nierengesunde" eine
maximale Phosphataufnahme von 800-1000 mg/Tag. Tatsächlich liegt die Aufnahme jedoch
bei circa 1500 mg Phosphat am Tag. Bei Dialysepatienten bedeutet dies einen Überschuss
von etwa 600 mg/Tag. Etwa die Hälfte dieses Überschusses kann durch die in der Regel
3-mal wöchentlich erfolgten Dialysen eliminiert werden. Mehr ist nicht möglich, da
das Phosphat bei den sogenannten Kurzzeitdialysen (weniger als 6 Stunden) schwierig
zu entfernen ist. Dies liegt an der Struktur des Phosphates und dass sich das Phosphat
überwiegend intrazellulär befindet.
Eine weitere Möglichkeit ist die phosphatbeschränkte oder -bewusste Ernährung: Phosphat
ist vor allem in tierischem Eiweiß wie Fleisch, Wurst, Milch und Milchprodukten enthalten.
Dialysepatienten sollten sich eher eiweißreich ernähren, um den Verlust an der Dialyse
auszugleichen. Man kann hier in sogenannten Ernährungsgesprächen die Essgewohnheiten
der Patienten analysieren, um dann alternativ Lebensmittel mit einem geringeren Phosphatgehalt
anbieten zu können.
Die dritte Säule zur Phosphatbilanzierung sind die Phosphatbinder. Dies sind Medikamente,
die die Phosphate aus der Nahrung binden, sodass sie nicht im Darm aufgenommen, sondern
mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Voraussetzung ist jedoch die korrekte Einnahme
dieser Medikamente, ansonsten ist die Wirkung eher gering. Auch kann eine falsche
Einnahme mit anderen Medikamenten dazu führen, dass deren Wirkstoff teilweise gebunden
wird und sie so nicht wirken können. Phosphatbinder sind in der Regel groß und eher
weniger appetitanregend, eine Tatsache, die dazu führt, dass diese schon mal weggelassen
und verworfen werden. Wie kann man dies verhindern? Kernstück der Fortbildungsveranstaltung
war der anschließende 4-stündige Workshop zur Optimierung der Therapietreue von Sascha
Rombock und Oliver Keifert von der Firma keiro:denkt.
Neue Perspektiven für die Therapietreue
Neue Perspektiven für die Therapietreue
Schon der griechische Arzt Hippokrates (460-375 v. Chr.) hat das Phänomen beschrieben,
dass Patienten nicht immer das machen, was ihnen der Arzt empfohlen hat. Seit den
frühen 1970er-Jahren wurde dafür der Begriff "Compliance" verwendet, welcher stark
auf die Mitarbeit des Patienten abzielte und das Maß seiner Bereitschaft, den ärztlichen
Anordnungen Folge zu leisten, darstellte. Eine "Non-Compliance" lag demzufolge in
der Verantwortung des Patienten und entspricht damit einer einseitigen Schuldzuweisung.
Seit einigen Jahren setzt sich allerdings auch im deutschsprachigen Raum immer mehr
der Begriff der Adhärenz durch. Dieser sieht eine gemeinsame Verantwortung von Ärzten,
Pflegekräften und Patienten darin, Therapieziele einverständlich zu definieren und
unter der Anstrengung aller auch zu erreichen. Das heißt, aus einer Therapietreue
(Compliance) wird heute ein Therapiebündnis (Adhärenz), bei dem alle gemeinsam versuchen,
das Therapieziel zu erreichen.
Gesundheitsexperten sind sich weltweit einig: "Die Verbesserung der Therapietreue
ist ein wesentliches Element zur Verringerung von weltweiten Krankheitsfolgen - sehr
wahrscheinlich sogar effektiver als die Entwicklung neuer Medikamente und Wirkstoffe!"
Das Thema Adhärenz ist besonders wichtig bei chronischen Erkrankungen. Der Dialysepatient
ist aufgrund seiner komplexen Situation (Diät, Multimedikation, Maschinenabhängigkeit)
bei diesem Thema sehr gefordert und braucht in der Regel Unterstützung und auch Ermunterung
seitens des medizinischen Fachpersonals.
Doch was genau können Ärzte und Pflegekräfte tun, um die Patienten noch besser zu
motivieren, um eine Therapie durchzuführen und damit das Therapieziel zu erreichen?
Die Firma Shire nimmt sich bereits seit einigen Jahren des Themas Adhärenz an und
zeigt in Zusammenarbeit mit der Beratungs- und Trainingssozietät keiro:denkt Wege
auf, wie sich mit einfachen Mitteln die Therapietreue der Patienten positiv beeinflussen
lässt. Im Wesentlichen sind es 3 Stellschrauben, die die Adhärenz und somit die Therapietreue
der Patienten verbessern können: Kommunikation, PPP (Praxisabläufe, Prozesse und Praxisgestaltung)
sowie Erinnerungsmanagement.
Kommunikation
Die Kommunikation ist eines der wichtigsten Werkzeuge der medizinischen Berufe und
wird viel zu oft unterschätzt. Mit Kommunikation sind nicht nur die sprachlichen Prozesse
gemeint, sondern insbesondere auch die körpersprachlichen Signale, die einen sehr
großen Anteil an der Überzeugungskraft haben. Auch Körpersprache kann trainiert werden.
Versuchen Sie doch mal vor dem Spiegel, eine therapeutische Anweisung zu geben ohne
dabei zu sprechen. Stellen Sie sich den Text nur vor, den Sie eigentlich sagen wollen
und reden Sie stattdessen mit der Mimik Ihres Gesichtes und der Gestik Ihrer Hände.
Das mag Ihnen vielleicht zuerst etwas seltsam vorkommen, aber Sie werden sehr schnell
erkennen, dass Ihr Körper mehr aussagen kann als Ihnen bisher bewusst war.
Natürlich spielt die Sprache und das Ausgesprochene ebenfalls eine entscheidende Rolle.
Auch hier gibt es einige sehr hilfreiche und einfache Tipps, wie Sie Missverständnisse
vermeiden und Patienten noch besser zur Mitarbeit motivieren können. Therapiegespräche
sollten so gestaltet sein, dass die Patienten verstehen, was, wie und warum es sich
lohnt, eine Therapie durchzuführen. Gerade das "Warum" ist ein ganz zentraler Punkt
zur Motivation der Patienten. Hier hilft weniger die Beschreibung der negativen Folgen,
falls der Patient die Therapie nicht korrekt einhält, sondern vielmehr sind die positiven
Perspektiven gefragt, die ein Patient erreichen kann. Außerdem werden die Patienten
aktiv in den Gesprächsprozess einbezogen und animiert, mitzureden. Es ist weniger
ein "Patienten anweisen", sondern mehr ein "miteinander reden". Da fällt es den Patienten
auch leichter, über Schwierigkeiten oder Probleme mit einer Therapie zu sprechen.
Praxisabläufe, Prozesse und Praxisgestaltung (PPP)
Wenn man es genau betrachtet, so stehen Sie täglich mehrere Stunden auf einer Bühne
vor Ihren Patienten. Die Patienten haben 4-5 Stunden Zeit, Sie, Ihre Kollegen und
die Abläufe in der Dialyse zu beobachten. Da wird geschaut, wie Sie arbeiten, wie
Sie sich unterhalten und wie Sie mit den Kollegen und den Patienten umgehen. Wer sich
dessen bewusst ist, hat definitiv einen Vorteil und kann sein Verhalten und die Abläufe
in der Dialyse entsprechend optimieren. Wie möchten Sie denn gerne wahrgenommen werden?
Häufig beobachtet man, dass Gespräche mit den Patienten im Stehen geführt werden,
auch bei der Besprechung wichtiger Fragen. Aus Sicht der Kommunikationsexperten ist
die Haltung allerdings eindeutig: Setzen Sie sich! Und begeben Sie sich auf Augenhöhe
mit Ihren Patienten. Das ist keine Zeitfrage, sondern gibt dem Gespräch Gewicht. Ein
Gespräch auf Augenhöhe erzeugt nicht nur eine vertrauensvolle Atmosphäre, sondern
hat auch großen Einfluss auf die kognitiven Leistungen Ihrer Patienten und deren Erinnerungsfähigkeiten.
Zu den Prozessen in der Dialyse gehört auch der richtige Zeitpunkt für wichtige therapiebezogene
Gespräche. Sicher ist es nicht günstig, ein solches Gespräch zu beginnen, wenn es
in der Küche schon klappert und gleich das Essen gereicht wird, oder gar kurz bevor
die Dialysezeit zu Ende ist und der Patient schon fast im Taxi sitzt.
Und wie sieht es mit der Medikamentenausgabe zu den Mahlzeiten aus? Einfacher kann
Adhärenz nicht gelehrt werden, als zum Beispiel den Phosphatbinder beim Essen auszugeben
bzw. darauf zu achten, dass der Patient seinen Phosphatbinder mit zur Dialyse bringt
und korrekt einnimmt. Hilfreich kann es durchaus auch sein, die korrekte Einnahme
mit dem Patienten während der Dialyse "live" zu üben. Man kann einer fehlerhaften
Einnahme nicht besser entgegenwirken. Und eine korrekte Einnahme bedeutet eine optimale
Wirkung und Phosphatsenkung. Wenn der Patient den Eindruck hat, dass beim Essen während
der Dialyse auf den Phosphatbinder nicht geachtet wird, so nimmt er die Erkenntnis
mit nach Hause, dass er doch gar nicht so wichtig sein kann.
Erinnerungsmanagement
Wer sich die Medikationspläne der Patienten anschaut, wird selbst als Fachmann/-frau
schnell erkennen, dass es viele und sehr unterschiedliche Therapieempfehlungen (was,
wann, wie?) gibt. Wie soll sich ein älterer Mensch das alles merken können? Und dann
soll der Patient auch noch auf sein Essen bezüglich Kalium, Phosphat, Salz- und Flüssigkeitsaufnahme
achten? Es ist klar: Hier benötigt man als Patient gute Lern- und Merkhilfen. Dosierboxen,
Spickzettel, oder Postkarten können hier sehr hilfreich sein. Auch die Verankerung
von Einnahmezeitpunkten mit alltäglichen Ritualen wie dem Zähneputzen am Morgen oder
der Tagesschau am Abend helfen den Patienten, sich zu erinnern.
Dies ist nur eine exemplarische Darstellung der 3 Stellschrauben und was sich dahinter
verbirgt. Doch Sie erkennen sehr schnell, dass es im Grunde einfach ist, Adhärenz
wirklich zu leben und die Therapietreue der Patienten positiv zu beeinflussen. Letztlich
geht es immer um positive Perspektiven. Die positiven Aspekte für den Patienten sind
nicht nur bessere Laborwerte, die ihm meist nicht so viel sagen, sondern mehr Zufriedenheit
mit seiner Zeit in der Dialyse, mehr Anerkennung durch Sie und die Aussichten, durch
eine bessere Adhärenz eine bessere Lebensqualität zu erhalten. Die positiven Perspektiven
durch verbesserte Adhärenz für Sie sind unter anderem mehr Therapierfolge, leichterer
Umgang mit den Patienten und mehr Spaß bei der Arbeit.
Eine gelungene Fortbildungsveranstaltung
Eine gelungene Fortbildungsveranstaltung
"Eine interessante und gelungene Fortbildungsveranstaltung" - so oder so ähnlich klang
das Fazit vieler Teilnehmer am Ende bei einem kleinen gemeinsamen Imbiss. Dies zeigt
mir, dass immer noch ein enormer Fortbildungsbedarf besteht, der von der AfnP abgedeckt
werden sollte. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine gewisse Anzahl von Mitgliedern
in der AfnP, damit zukünftig solche Veranstaltungen auch finanziert werden können.
Denn nicht immer steht die Industrie als Sponsor zur Verfügung. Zum Schluss bedanke
ich mich noch bei allen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.
Manfred Breit, Trier
Steckbrief
Steckbrief
Gabriele Steck
geboren 1958, wohnhaft in Künzelsau
Beruflicher Werdegang
-
1979 Examen als Kinderkrankenschwester in Ulm
-
Dialyseschwester in verschiedenen Dialyseeinrichtungen
-
2007 Abschluss Fachweiterbildung Nephrologie
-
seit Juni 2010 Stationsleitung LC-Dialyse Künzelsau
Erster Kontakt zur AfnP
Aufgabengebiete in der AfnP
Der Rest meiner Zeit gehört ...
... mir, meiner Familie und dem Tanzen.
So können Sie uns erreichen:
AfnP Geschäftsstelle
Käppelesweg 8; 89129 Langenau
Tel.: 0 73 45/2 29 33; Fax: 0 73 45/75 40
Email: info@afnp.de; Internet: http://www.afnp.de
Vorstand der AfnP e.V.
-
Marion Bundschu (1. Vorsitzende)
-
Hans-Martin Schröder (stellv. Vorsitzender)
-
Gabriele Steck (Schatzmeisterin)
-
Albin Leidinger (Schriftführer)