Keywords
pAVK - periphere arterielle Verschlusskrankheit - Große Ozon-Eigenblutbehandlung -
Ozontherapie - Fontaine - Rutherford - Knöchel-Arm-Index - Lagerungsprobe nach Ratschow
- Claudication intermittens - ischämischer Ruheschmerz - Ischämie - Ulzeration - Gangrän
- Ulcus cruris - Quick-Wert - INR - GEB - Arteriosklerose - hyperbare GEB nach Dr.
Kief
Foto: © Shutterstock/BioMedical
Mit der GROSSEN OZON-EIGENBLUTBEHANDLUNG kann man die pAVK nicht ursächlich behandeln,
die Gehstrecke aber fast immer normalisieren und Symptome beseitigen.
SIE STOPPEN vor jedem Schaufenster, bleiben vor jeder Pflanze am Wegesrand stehen und lassen
keine Parkbank ungenutzt. Doch was nach gemütlichem Schlendern entlang einer Einkaufsstraße
oder im Park ausschaut, ist purer Notwendigkeit geschuldet. Denn Menschen mit peripherer
arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) der Beine können oft schon nach 100 m Gehstrecke
nicht mehr weiter. Zu stark sind dann die Schmerzen in ihren Waden aufgrund der Ischämie.
Erst nach einer Pause von einigen Minuten lassen sie nach und der Weg kann fortgesetzt
werden – bis die Minderdurchblutung der Muskulatur erneut zu starken Schmerzen führt
und zum Anhalten zwingt.
Dieses Kardinalsymptom der pAVK ab Stadium II nach Fontaine bzw. der Kategorien 1–3
nach Rutherford (s. [Tab. 1]), das Ischämie- bedingte zeitweise Unterbrechen der Gehstrecke bis zum Abklingen
der Schmerzen, wird als Claudicatio intermittens bezeichnet. Im Volksmund hat die
pAVK der unteren Extremitäten auch den Namen Schaufensterkrankheit.
TABELLE 1
Stadieneinteilung der chronischen pAVK nach Fontaine und Rutherford
|
Fontaine
|
Rutherford
|
|
Stadium
|
Klinik
|
Grad
|
Kategorie
|
Klinik
|
|
I
|
asymptomatisch
|
0
|
0
|
asymptomatisch
|
|
IIa
|
Gehstrecke > 200 m
|
I
|
1
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milde Claudicatio intermittens
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|
IIb
|
Gehstrecke < 200 m
|
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2
|
mäßige Claudicatio intermittens
|
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III
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ischämischer Ruheschmerz
|
|
3
|
schwere Claudicatio intermittens
|
|
IV
|
Ulzeration oder Gangrän
|
II
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4
|
ischämischer Ruheschmerz
|
|
|
III
|
5
|
geringer Gewebedefekt
|
|
|
|
6
|
großer Gewebedefekt
|
Doch nicht immer sind die Symptome der pAVK so drastisch, überhaupt treten Symptome
auch nur bei jedem 3. Betroffenen auf. Denn die Schwere der Minderdurchblutung, und
damit die Symptomausprägung, ist abhängig vom Fortschreiten der Verengung der Extremitätenarterien.
In 90 % der Fälle ist eine Arteriosklerose die Ursache dafür, eine Endangiitis obliterans
kann aber ebenfalls zur Arterienverengung in den Beinen führen (s. S. 16).
Wahrscheinlich ist, dass in unseren Praxen immer wieder auch Patienten mit unerkannter
pAVK sitzen. Sie sollten daher bei Äußerungen während des Anamnesegesprächs über sporadisch
auftretende Wadenkrämpfe, evtl. auch nachts, besonders aber über Schmerzen in der
Wade bei einer Gehstrecke, die eigentlich altersentsprechend problemlos zu bewältigen
sein sollte, grundsätzlich hellhörig werden. Ist der Patient zudem Raucher oder leidet
er an einem Diabetes mellitus, ist die Wahrscheinlichkeit für diese Erkrankung umso
größer, beides sind Hauptrisikofaktoren für eine pAVK. Es sind überwiegend Menschen
jenseits des 50. Lebensjahrs von einer pAVK der unteren Extremitäten betroffen.
Diagnostik: Auch an andere Ursachen denken
Diagnostik: Auch an andere Ursachen denken
Beschreibt ein Patient auch wenig stark ausgeprägte Symptome, sollten Sie eine pAVK-Diagnostik
vornehmen. Dazu gehört zunächst eine Inspektion seiner Beine. Liegt eine pAVK vor,
ist das betroffene Bein im Seitenvergleich oft blass, i. d. R. fühlt es sich auch
kalt an. Nicht selten hat der Patient an der betroffenen Extremität zudem eine Nagelpilzerkrankung
oder zeigt Symptome des Ulcus cruris (s. S. 47–48). Bei der Inspektion der Beine sollten
Sie auch auf Varizen, Ödeme etc. achten, um eine klare Zuordnung vornehmen zu können.
Anschließend erfolgt die Pulspalpation entlang beider Beine (Durchführung, s. S. 27–28).
Pulse am betroffenen Bein sind meist nicht mehr oder nur noch schwach tastbar, insbesondere
am Fuß.
Denken Sie aber auch daran: Schmerzen in den Beinen, besonders nachts, sind ein typisches
Symptom des Restless-Legs- Syndroms. Diese Erkrankung sollten Sie daher ausschließen
(s. DHZ 4/2011, S. 32– 35). Schmerzen in der Wade und Wadenkrämpfe können auch Folge
einer degenerativen Wirbelsäulenerkrankung, eines Magnesiummangels oder venöser Durchblutungsstörungen
sein. Entsprechende Fragen in der Anamnese und Untersuchungen (Tests zum Ausschluss
venöser Durchblutungsstörungen, s. S. 39), eine Bestimmung der Serum-Elektrolyte,
eine Untersuchung der Wirbelsäule und evtl. eine Überweisung an einen Facharzt sollten
Sie abwägen.
Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, die nicht optimal mit Insulin oder anderer
antidiabetischer Medikation eingestellt sind (ein HBA1c > 7 ist ein Hinweis darauf), leiden oft an einer diabetischen Neuropathie und empfinden
Schmerzen weniger stark. Das kann zu einer ungerechtfertigten Verharmlosung verleiten.
Auch wenn bei diesen Patienten häufig eine Mikrozirkulationsstörung (diabetische Angiopathie)
vorliegt, können sich bei ihnen auch in größeren Gefäßen Stenosen entwickeln.
-
Schmerzen in den Beinen sind ein Hinweis auf viele mögliche Erkrankungen, die pAVK
ist eine davon.
-
Mit dem Knöchel-Arm-Index lässt sich einfach das Ausmaß der arteriellen Minderdurchblutung
der Beine einschätzen.
-
GEB, Gehtraining und verschiedene naturheilkundliche Präparate kombiniert eingesetzt
verbessern die Gewebedurchblutung deutlich.
Merke: Die diabetische Angiopathie lässt sich von der pAVK an den Beinen einfach unterscheiden:
Patienten mit diabetischer Angiopathie haben warme Beine, auch wenn eine Nekrose (nicht
selten plantar) vorliegt oder sich gerade entwickelt.
Wie gut ist das Bein noch durchblutet – der Knöchel-Arm-Index
Sind andere Ursachen ausgeschlossen und deutet alles auf eine pAVK hin, können Sie
mit der Bestimmung des sog. Knöchel- Arm-Index (auch Ankle-brachial-Index, ABI) das
Ausmaß der peripheren Durchblutungsstörung an den Beinen recht schnell einschätzen.
Sie benötigen für die Bestimmung des Knöchel-Arm-Index ein Ultraschall-Doppler-Gerät
und eine Blutdruckmanschette.
Durchführung: Der Patient liegt auf dem Rücken, den Kopf hat er bequem auf einem Kissen abgelegt.
Bis zum Beginn der Untersuchung sollte der Patient mindestens 10 min gelegen haben.
Nacheinander wird dann an beiden Oberarmen eine Blutdruckmanschette angelegt. Die
Manschette wird aufgepumpt und während der Reduktion des Druckes wird distal der Manschette
an der Oberarmarterie (A. brachialis) mit dem Ultraschall-Doppler- Gerät der systolische
Blutdruckwert gemessen (der Zeitpunkt, ab dem das Blut im Gefäß wieder zu fließen
beginnt). Anschließend wird der systolische Blutdruckwert nacheinander an beiden Beinen
gemessen. Zunächst sucht man mit dem Ultraschall-Doppler-Gerät eine Stelle am Bein,
an der sich die Fließgeschwindigkeit des Blutes abnehmen lässt. Meist findet man bei
Patienten mit Durchblutungsstörungen unterhalb des Malleolus eine Stelle an der A.
tibialis posterior medialis (Innenknöchel) oder am dorsalen Fußrücken lateral der
Sehne des M. extensor hallucis longus zwischen dem großen und dem 2. Zeh an der A.
dorsalis pedis. Anschließend legt man die Blutdruckmanschette direkt oberhalb des
Knöchels an und pumpt deutlich über den systolischen Blutdruckwert auf, der zuvor
am Oberarm der entsprechenden Körperseite gemessen worden ist. Während man den Manschettendruck
langsam reduziert, misst man mit dem Ultraschall-Doppler- Gerät an der zuvor ermittelten
Stelle am Fuß den systolischen Blutdruckwert.
Achtung: Ist der am Bein gemessene systolische Blutdruckwert niedriger als der am
Arm, ist das als Zeichen eines stenosierenden Prozesses zu werten. Ist der Wert >
50 mmHG, ist das Bein akut bedroht.
Auswertung: Aus den jeweils am Bein und Oberarm einer Köperseite gemessenen systolischen Blutdruckwerten
wird der Quotient gebildet, der den Knöchel-Arm-Index ergibt.
Beispiel:
Ergebnis: Ein Wert von 0,5 weist auf eine ausgeprägte pAVK mit hohem Komplikationsrisiko hin
(s. Kasten).
Blick ins Auge
Ich führe immer auch eine Irisdiagnose durch. Auffällige Konjunktivalgefäße können
Hinweis sein auf eine Arteriosklerose bzw. pAVK. Es finden sich zudem häufig Zeichen
der Hypercholesterinämie bei den Patienten bzw. Hinweise auf andere mögliche Ursachen
für die Arteriosklerose (s. S. 13).
Labor und Internist gefragt
Um die Ursache für die pAVK zu finden bzw. um das Risiko für weitere Erkrankungen
einschätzen zu können, sollten Gesamtcholesterin, HDL und LDL, die Triglyceride und
ggf. der Homocysteinwert bestimmt werden sowie bei Diabetikern der HBA1c, falls das nicht bereits durch einen Hausarzt oder Internisten veranlasst worden
ist. Wird die pAVK von Ihnen erstmals diagnostiziert, sollte der Patient zusätzlich
einen Internisten aufsuchen. Dieser wird zur weiteren Abklärung eine Farbduplex-Untersuchung,
eine Angiografie und ggf. eine Angio-MRT veranlassen.
Behandlung: Bewegung und Ozon
Behandlung: Bewegung und Ozon
Meist findet sich bei Patienten in der Naturheilpraxis eine pAVK im Stadium II–III
nach Fontaine. Ich verordne dann zunächst ein Gehtraining. Das bedeutet: Ich fordere
die Patienten auf, regelmäßig die maximal noch mögliche Gehstrecke zurückzulegen,
also bis an die Schmerzgrenze zu gehen, und nach einer möglichst nur kurzen Unterbrechung
weiterzulaufen. In der Regel gelingt es so schon innerhalb kurzer Zeit, die maximal
mögliche Gehstrecke zu verlängern. Bei regelmäßigem Gehtraining kann die Beeinträchtigung
sogar beseitigt werden (Patienteninformation für das Gehtraining, s. S. 33).
Weitere in Ihrer Praxis mögliche Untersuchungen bei pAVK
Lagerungsversuch nach Ratschow
Durchführung: Der Patient liegt auf dem Rücken, seine Beine hebt er 45–90° an. Mit seinen Füßen
führt er in dieser Position so lange kreisförmige Bewegungen aus, bis sie blass werden
und die Waden schmerzen. Anschließend setzt der Patient sich auf und stellt beide
Beine auf dem Boden ab.
Normalbefund: Bei Patienten ohne Durchblutungsstörungen der Beine treten Blässe und Schmerzen nach
ca. 2 min auf, nach dem Abstellen der Beine verschwindet die Blässe innerhalb von
5 s (reaktive Hyperämie).
Pathologischer Befund: Treten Blässe und Schmerzen deutlich früher und zudem im Seitenvergleich unterschiedlich
stark ausgeprägt auf, ist das ein Hinweis auf eine pAVK. Beim Abstellen der Beine
verschwindet die Blässe am betroffenen Bein im Seitenvergleich deutlich verzögert
(mehr als 5 s, verspätete reaktive Hyperämie).
Gehtest
Der Patient geht mit 80 Schritten pro Minute. Es wird notiert, wann erste Beschwerden
auftreten (initiale Klaudikationsdistanz) sowie ihre Lokalisation und die maximale
Gehstrecke (absolute Klaudikationsdistanz). Dadurch sind Rückschlüsse auf das Stadium
der pAVK möglich.
Ozontherapie
Lässt sich die Gehstrecke durch das Gehtraining nicht wesentlich verlängern, wende
ich im nächsten Schritt die Große Ozon-Eigenblutbehandlung (GEB) an. Wirkort der GEB
ist nicht das Blutgefäß selbst, die Behandlung sorgt nicht für einen Rückgang der
Stenose oder der Arteriosklerose. Die Wirkung der GEB setzt an den Erythrozyten an:
Das bei der GEB infundierte Ozon verändert die Membraneigenschaften der Erythrozyten
und erhöht ihre physiologisch negative Oberflächenladung. In den Erythrozyten bildet
sich unter Ozongabe zudem vermehrt 2,3 Diphosphoglycerat (auch: 2,3-Bisphosphoglycerat),
was sie in die Lage versetzt, vermehrt O2 aufzunehmen, wenn sie die Lungenkapillaren passieren, und vermehrt O2 an das Gewebe abzugeben, z. B. in den Beinen. Die Ozonisierung beeinflusst zudem
die Fließeigenschaften der Erythrozyten: Es macht sie flexibler und löst Erythrozyten-Adhäsionen
auf (Geldrollenbildung), sodass die einzelnen flexiblen Erythrozyten auch in poststenotische
Bereiche gelangen können, was zu einer verbesserten Sauerstoffutilisation führt (messbarer
Anstieg des arteriellen PO2 [Sauerstoffpartialdruck] und signifikanter Abfall des venösen PO2). Da diese Wirkung an die Erythrozyten gebunden ist, geht sie mit deren Mauserung
in der Milz verloren. Eine positive Wirkung der Therapie bleibt aber über die zusätzliche
Bildung von Kapillaren weiterhin bestehen.
Ich wende in meiner Praxis die hyperbare GEB nach Dr. Horst Kief an. Dafur entnimmt
man dem Patienten 2-mal 80 ml Blut aus einer Armvene und macht es mit jeweils 10 ml
Natriumcitrat 3,14 % ungerinnbar. Das ungerinnbare Blut wird jeweils mit 200 ml Ozon-Sauerstoff-Gemisch
(OOG) mit einer Ozonkonzentration von 20 μg/ml OOG versetzt, das ozonisierte Blut
reinfundiert man anschliesend mit leichtem Druck.
Achtung: Reinfusionsgeschwindigkeit des Natriumcitrats beachten: 1mg/min/kg Körpergewicht.
80 ml Blut enthalten 314 mg Natriumcitrat!
Zusätzlich erhält der Patient bei jeder Behandlung je 1 Amp. Circulo-Injeel® N und An-io-Injeel® (beide Fa. Heel) i.v. zur Durchblutungssteigerung.
Die hyperbare GEB nach Dr. Horst Kief führt man 1- bis 2-mal wöchentlich durch, zusätzlich
setzt der Patient das Gehtraining fort. In der Regel wird zunächst 2-mal wöchentlich
behandelt (insgesamt 10 Behandlungen), je nach Symptomverbesserung kann das Behandlungsintervall
dann auf 1-mal wöchentlich reduziert werden. Kann der Patient die Gehstrecke wieder
beschwerdefrei zurücklegen, setze ich die GEB ab. Ich empfehle nach spätestens 6 Monaten
die GEB mit insgesamt 6 Behandlungen zu wiederholen.
Alternativ zur GEB nach Dr. Horst Kief kann auch die GEB nach Prof. Dr. Wolff angewendet
werden (s. S. 32). Bei diesem Verfahren werden pro Behandlung nur 50–80 ml Blut ozonisiert
und als Schwerkraftinfusion reinfundiert. Es ist mit einer deutlich höheren Behandlungsanzahl
zu rechnen.
Wichtig vor der Behandlung: die Medikamentenanamnese
Besonders wichtig vor der ersten GEB ist die ausführliche Erhebung der Medikation.
Manche Patienten befinden sich bereits in Behandlung und nehmen Medikamente wie ASS
oder solche zur Blutdrucksenkung. Nicht alle sind mit einer GEB kompatibel!
Achtung: Unter Gabe von ACE-Hemmern der 1. Generation wie Enalapril und Captopril
sind während der der Reinfusion Flush-Symptome und signifikanter Blutdruckabfall beobachtet
worden. Die Reinfusion ist in solch einem Fall sofort abzubrechen!
Patienten, die den Blutgerinnungshemmer Marcumar® einnehmen, meist wegen Vorhofflimmern und seltener wegen der pAVK selbst, können
grundsätzlich bedenkenlos behandelt werden. Vor jeder Behandlung muss aber der aktuelle
INR (früher Quick-Wert) erfragt werden (therapeutischer Bereich: 2,0–3,0 INR/Quick:
ca. 30 %). Liegt der Quick-Wert deutlich unter 20 % bzw. INR über 4,0, darf eine GEB
aufgrund der starken Blutungsneigung nicht durchgeführt werden!
Abb. 1 Patient mit Ischämieschmerzen. Foto: © Kothes Klewes
100 % → 1,0
51 % → 1,5
33 % → 2,0
25 % → 2,5
20 % → 3,0
16 % → 3,5
14 % → 4,0
12 % → 4,5
11 % → 5,0
Orale Begleitmedikation
Der Patient erhält begleitend zur GEB eine orale Medikation, die Einnahme endet 6
Wochen nach der letzten Behandlung:
-
Wobenzym® (Fa. Mucos), 3 × tgl. 2 Drg. jeweils eine halbe Stunde vor dem Essen; die fibrinolytische
Enzyme wirken der Erythrozytenaggregation entgegen
-
Gelum® Tropfen (Fa. Dreluso), 3 × tgl. ½ MB; zur Entsäuerung
-
Ginkgo Biloba Comp. Hevert® (Fa. Hevert), 3 × tgl. 20 Tr.; verbessert die Fließeigenschaften der Erythrozyten.
Insgesamt nimmt der Patient davon 200 ml ein, danach erfolgt die Einnahme von:
-
Spiraphan (Fa. Kattwiga), 3 × tgl. 20 Tr.; verbessert die Fließeigenschaften der Erythrozyten
(der Hauptbestandteil ist Ginkgo).
Insgesamt nimmt der Patient davon 100 ml ein, danach erfolgt die Einnahme von:
-
Clauparest spag. Peka Tropfen (Fa. Pekana), 3 × tgl. 20 Tr., spagyrisches Mittel zur
Durchblutungsverbesserung. Insgesamt nimmt der Patient davon 100 ml ein.
Liegt ein Arcus lipoides (s. S. 19) vor, erhält der Patient zusätzlich als Konstitutionsmittel
Barium jodatum Synergon 33 (Fa. Kattwiga), 3 × tgl 1 Tbl. für insgesamt 3 Monate.
Sind die Cholesterinwerte erhöht, erhält der Patient zur Senkung Cholesterinum Synergon
Nr. 102 (Fa. Kattwiga), 3 × tgl. 15 Tr. für insgesamt 3 Monate – auch wenn er Statine
einnimmt!
Gute Ergebnisse
Mit diesem Behandlungskonzept können auch Patienten nach ischämischen Ereignissen,
z. B. Myokardinfarkt oder Schlaganfall bzw. Angina pectoris und TIA, behandelt und
damit die Sauerstoffversorgung der Gewebe verbessert werden. Bei Patienten mit Angina
pectoris und nach TIA muss zuvor jedoch ein akutes Ereignis (Infarkt bzw. Insult)
ausgeschlossen werden. Besteht nach der ärztlichen (kardiologischen oder neurologischen)
Diagnostik kein dringender Behandlungsbedarf, kann die GEB angewendet werden. Meiner
Erfahrung nach erzielt man mit diesem Behandlungsschema sehr gute Ergebnisse, die
Gehstrecke und die Durchblutung lassen sich damit bei den meisten Patienten deutlich
verbessern.
Dieser Artikel ist online zu finden:
http://dx.doi.org/10.1055/s-0034-1389243