Die postoperative CT-Positionskontrolle von Cochlea-Implantaten (CI) ist Teil der
klinischen Routine. Es wird jedoch nur eine zweidimensionale Rekonstruktion verwendet,
wobei zusätzliche Informationen fehlen, die eine dritte Dimension geben kann.
In dieser Arbeit präsentieren wir eine neue Methode für die 3D- CI-Bildgebung mit
der Flat-Detektor-Computertomografie (FD-CT). Durch Fusion zweier Datensätze eines
einzelnen FD-CT-Laufs wird ein drehbares Implantatmodell in einer transluzenten Cochlea
erzeugt. Alle 4 Patienten haben das Cochlear-Implantat in der HNO Uniklinik in Erlangen
implantiert bekommen. Die postoperative Positionskontrolle erfolgte mit einer 20 Sekunden
dauernden FD-CT, durchgeführt in der Neuroradiologie der Universitätsklinik in Erlangen.
Zusätzlich wurden die Aufnahmen mit der postoperativen Telemetrisch gemessenen elektrisch
evozierten Summenaktionspotenziale (TECAP) und der postoperativen Klinik der Patienten
verglichen.
Die post- und intraoperativen TECAP-Messungen zeigten bei den Patienten mit Elektrodenfehllage
keine Auffälligkeiten, die auf eine Fehllage hindeuten könnten. Auch die Klinik der
Patienten war unspezifisch mit keine Symptome bis hin zu postoperativem Schwindel
und Tinnitus.
Mittels unserer neuen Methode kann ohne weitere zusätzliche Strahlenbelastung die
richtige, präzise postoperative CI-Position sowie die komplexe Anatomie des Innenohrs
für Nicht-Radiologen, medizinische Einsteiger und Patienten, in hoher räumlicher Auflösung
in drei Dimensionen leicht demonstriert werden.