Es gibt Verletzungs- und Behandlungsmuster, die möglichst nicht durch Aufliegen gelagert
werden sollen. Hierzu zählen Weichteilschäden mit und ohne Lappendeckung.
Solche Verletzungen haben meist einen Fixateur externe einliegend. Das gängige Verfahren
ist, diese Extremitäten an einem Gestell einfach hochzuhängen. Dann hängen aber die
Weichteile frei herunter, was zwar funktioniert, aber auch nicht optimal ist.
Viel harmonischer geht es mit einer dynamischen ausbalancierten Lagerung über 2 Extensionsrollen
([Abb. 2 ]). Dadurch kann man die untere Extremität ganz gezielt sohochhängen, dass sie zwischen
Freihängen und ein wenig Aufliegen genau austariert werden kann. Dies wird durch Auflegen
und Abnehmen von Gewichten erreicht ([Abb. 1 ]).
Abb. 1 Austarieren durch Auflegen und Abnehmen von Gewichten.
Abb. 2 Lagerung über 2 Extensionsrollen.
Dadurch wird auch wesentlich das Ab- und Aufhängen bei Verbandswechsel erleichtert.
Es wird jeweils 1 oder 2 kg aufgelegt, dann hängt der Unterschenkel frei zugänglich
für den Verband ([Abb. 3 ]). Für die „neutrale“ Lagerung wird dann einfach das Gleichgewicht so, wie es zwischen
Aufliegen und befreitem Liegen gewünscht wird, wieder eingestellt.
Abb. 3 Erleichterung beim Verbandswechsel durch frei schwebendes Ausbalancieren.
Merke
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