Was ist neu?
Pathophysiologie und Manifestation Mechanismen und Häufigkeiten kardiovaskulärer Komplikationen sind für die Vielzahl
aktueller onkologischer Therapeutika systematisch zusammengefasst, gegliedert nach
11 Krankheitskomplexen.
Versorgungsstrukturen In Analogie zum „Herz“- oder „Endokarditis-Team“ wird die Implementierung von kardio-onkologisch
spezialisierten, interdisziplinären Teams vorgeschlagen, die sich lokal um Monitoring
und Management kardiovaskulärer Komplikationen und auch die Langzeitnachsorge onkologischer
Patienten kümmern.
Diagnostik und Definition Die diagnostische Basiserhebung vor Therapie besteht aus kardiovaskulärer Anamnese
und je nach erwarteten Komplikationen EKG, Ischämieuntersuchung und Echokardiografie.
Die Echokardiografie ist die Methode der Wahl zur Kontrolle der kardialen Funktion.
Kardiotoxizität wird als Abfall der Ejektionsfraktion um mehr als 10 Prozentpunkte
unter den unteren Referenzgrenzwert (< 50 %) definiert. Neue Entwicklungen auch parametrischer
Bildgebung des Kardio-MRTs eröffnen neue Perspektiven zur Charakterisierung des Myokards
und Interstitiums bei kardiotoxischen Manifestationen.
Prävention und Therapie Risikofaktoren, prävalente oder während der Therapie aufgetretene manifeste kardiovaskuläre
Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern oder Koronarkrankheit werden nach
aktuell gültigen Leitlinien behandelt. Bei hohem Risiko für Kardiotoxizität können
präventiv ACE-Hemmer oder ß-Blocker eingesetzt werden.