Einleitung
Einleitung
Hypertrophe Narben und Keloide sind Regulationsstörungen der Narbenbildung mit der
Folge vermehrter Kollagenbildung, die sich in Form wulstiger, hautfarbener oder auch
livid-rötlicher Papeln und Tumoren über die Hautoberfläche erheben. Die letztendliche
Ursache dieser Regulationsstörung ist unbekannt, lokalisatorische und genetische Faktoren
(familiäre Häufung, Bevorzugung Hauttyp 3 - 6) scheinen aber wichtige Grundvoraussetzungen
zu sein[3 ]. Eine Unterscheidung hypertropher Narben und Keloide erfolgt vor allen Dingen klinisch,
da Keloide meist im Sinne eines benignen Tumors deutlich über die eigentlichen Narbenkonturen
hinauswachsen und eher selten zu spontanen Involutionen neigen. Größe, Farbe, Konsistenz
und Sensibilität (Pruritus) sind aber von graduellem Unterschied, auch histologisch
ergeben sich viele Übereinstimmungen in der Gesamtstruktur, wobei Keloide zellärmer
und gröbere homogenisierte kollagene Fasern aufweisen, während hypertrophe Narben
meist einen höheren Fibroblastenreichtum aufweisen [5 ]
[20 ].
Außer einem mehr oder minder ausgeprägten Juckreiz und im Extremfall dermatogenen
Kontrakturen, falls Hautpartien über Gelenkflächen von dieser Narbenwucherung betroffen
sind, sind keloide Narben vor allem kosmetisch störende und beeinträchtigende Hautveränderungen,
deren Behandlung aber trotz ihres relativ häufigen Auftretens nach wie vor ein nicht
unerhebliches medizinisches Problem darstellen.
Konservative Maßnahmen mit Auftragen diverser Externa und Druckverbände [7 ], Unterspritzung intraläsional mit Kortikoidkristallsuspension [11 ], 5 Fluor-Uracil [8 ] oder neuerdings auch Pricken mit Bleomycin [6 ] sowie Auflagen mit Silikonpflastern [10 ] haben zwar partielle Erfolge zu verzeichnen, sind aber in der Regel weit entfernt
von kosmetisch befriedigenden oder gar kurativen Effekten. Das Gleiche gilt für aggressivere
Verfahren wie Reoperation, Kryochirurgie [17 ], Laser-Anwendung [12 ] oder die heute kaum noch geübte niedrig dosierte Röntgenbestrahlung (3 - 4-mal 400
R). Das grundsätzliche Problem aller invasiven Methoden liegt in der Induktion neuer
Reparationsvorgänge mit neuerlicher, unkontrollierter Kollagenneogenese, die z. T.
zu noch größeren Narbenbildungen als zuvor vorhanden führen können.
Mit der Entwicklung eines hydroaktiven Polyurethanpflasters (Hansaplast Narbenreduktion)
besteht eine weitere Möglichkeit, Narbengewebe durch Auflage eines semiokklusiv wirkenden
Pflasters konservativ zu beeinflussen.
Um die Effektivität dieses narbenreduzierenden Pflasters besser einschätzen zu können,
wurde eine offene Studie mit 46 Patienten konzipiert, über deren Ergebnisse nachfolgend
berichtet wird.
Material und Methoden
Material und Methoden
Allgemeine Parameter
Die Prüfung erfolgte in der Zeit von Oktober 2000 bis April 2001. Die Prüfungszeit
betrug 8 - 12 Wochen. Das Polyurethanpflaster - Hansaplast Narbenreduktion - wurde
von der betroffenen Person in der Größe der keloidalen Narben ausgeschnitten, über
24 Stunden mit oder ohne Fixiermaterial auf die Narbe aufgeklebt, nach diesem Zeitraum
abgenommen und in gleicher Weise erneuert. Zeitaufwand: wenige Minuten.
Ausschlusskriterien bestanden lediglich bei bekannter Unverträglichkeitsreaktion auf
das Material oder nicht ausreichende Kooperationsfähigkeit der Patienten.
46 Personen, 13 Männer und 33 Frauen, wurden in die Studie eingeschlossen, der jüngste
Patient war 8 Jahre, der älteste 77 Jahre alt, im Durchschnitt ergab sich ein Alter
von 42,7 ± 22,6 Jahre, Median 39 Jahre. Keiner der Patienten wies anamnestisch wesentliche
dermatologische Erkrankungen oder allergische Reaktionen auf.
Auf eine Unterteilung in hypertrophe Narbe und Keloide wurden bei dem letztlich unscharfen
Unterscheidungskriterium verzichtet, vielmehr wurden als Einschlusskriterien Aktivitätsparameter
wie Juckreiz, Rötung, Spannungsgefühl etc. (s. u.) gewählt, um die klinische Effizienz
insbesondere im Hinblick auf die subjektiven Beschwerden der Patienten zu ermitteln.
Im Folgenden werden daher die Narben als keloidale Narben (KN) bezeichnet.
Als Ursache der KN wurden in 72 % chirurgische Eingriffe, in 4 % Trauma, in den übrigen
24 % keine verwertbaren Ursachen angegeben. Die Hauptlokalisationen waren Brust (26
%), Bauch (15 %), Oberarm und Schultern (je 11 %), Dekollete und Oberschenkel (9 %).
Eine Vorbehandlung war lediglich bei 3 der 46 Patienten erfolgt, allerdings ohne jeglichen
Effekt, diese Behandlung waren mindestens 3 Wochen vorher beendet worden. Kontrolluntersuchungen
fanden nach 4 und 8 Wochen, bei einigen Patienten nach weiteren 4 Wochen, also nach
12 Wochen, statt; eine Verlängerung der Anwendung erfolgte bei solchen Patienten,
die subjektiv das Gefühl hatten, dass eine weitere Verbesserung des Narbenzustandes
zu erwarten war (15 Patienten). Die übrigen 31 Patienten hingegen meinten, nach 8
Wochen keine Veränderung des Narbenbildes mehr festzustellen bzw. zu erwarten.
Eigenschaften der keloidalen Narben (KN)
Zur Kontrolle des Therapieeffektes wurden zu Beginn der Behandlung Größe und Eigenschaft
der Keloide festgestellt. Die Breite der KN reichte von 0,2 - 6 cm (Mittelwert 1,6
cm), die Länge von 0,3 - 11,5 cm (Mittelwert: 2,2 cm), die Fläche betrug 0,2 - 30
cm² (Mittelwert 3,3 cm²). Die Eigenschaften Rötung 100 %, Wulstigkeit 100 %, Rauigkeit
48 %, Spannungsgefühl 52 %, Juckreiz 63 % wurden erfasst und nach den Kriterien „nicht
vorhanden”, „wenig”, „mäßig” und „stark” skaliert. Die Ausgangsbefunde sowie deren
Beeinflussung während und nach Ende der Behandlung lassen sich aus Abb. [1 ] ablesen. Fotodokumentation erfolgte jeweils vor Beginn und nach Ende der Therapie.
Abb. 1 Gegenüberstellung der Ergebnisse in Bezug auf die 5 untersuchten Parameter (Rötungen,
Wulstigkeit, Rauigkeit, Spannungsgefühl und Juckreiz) zu verschiedenen Behandlungszeitpunkten.
Ergebnisse
Ergebnisse
Die Ergebnisse nach 4 und 8 Wochen bzw. nach einem Zusatzbesuch nach 12 Wochen (15
Patienten) sind in Abb. [1 ] dargestellt. Es zeigt sich, dass die 5 Zielparameter Rötung, Wulstigkeit, Rauigkeit,
Spannungsgefühl, Juckreiz bereits nach 4 Wochen deutlich positiv durch das Aufkleben
des Narbenpads beeinflusst wurden, da mehr als drei Viertel der behandelten Personen
bereits zu diesem Zeitpunkt Verbesserungen bemerkten. Dieser Trend setzte sich verstärkt
bis zur achten Woche fort, so dass zu diesem Zeitpunkt 34 Patienten die Behandlung
beendeten, da sie mit der erreichten Verbesserung zufrieden waren oder sie in den
letzten zwei Wochen der Behandlung keine weitere Verbesserung mehr feststellen konnten.
15 Patienten mit einem eher etwas verzögertem Wirkeintritt hatten dagegen den Eindruck,
dass auch in den letzten 2 Wochen der Anwendung noch Verbesserungen der genannten
Zielparameter zu vermerken waren, so dass sie die Behandlung noch weitere 3 - 4 Wochen
fortsetzten. Dies ließ sich insofern als richtig bestätigen, als praktisch von allen
diesen 15 Personen weitere Verbesserungen der Narbeneigenschaften bewertet wurden,
so dass die Gesamtbeurteilung des Narbenpads am Ende der Behandlung von 21,7 % als
normalisiert im Sinne einer flachen, reizlosen Narbe und 78,3 % als verbessert angegeben
wurde (Abb. [2 ]).
Abb. 2 Allgemeine Beurteilung des Narbenzustandes.
Eine gesonderte Beurteilung der Wirksamkeit des Pflasters nach der Zeitdauer des Bestehens
der KN - kürzer oder länger als 1 Jahr - ergab keine wesentlichen Unterschiede in
Bezug auf die Zielparameter. Diese wurden in gleicher Weise bei jüngeren und älteren
KN verbessert.
Die Beurteilung der Verträglichkeit wurde unterschieden in die Verträglichkeit des
Narbenpads und des Fixiermaterials (Tab. [1 ]). 12 Personen hatten das Fixiermaterial nicht genutzt, da die Haftfähigkeit des
Narbenpads ihnen auch so hinreichend war. Das Narbenpad alleine wurde von praktisch
allen Patienten problemlos vertragen, während das Fixiermaterial von 4 von 34 Patienten
nicht oder nur mäßig vertragen wurde (Juckreiz, Rötung). Die Abschlussbefragung, ob
die Patienten dieses Narbenpad erneut anwenden würden, beantworteten 38 von 39 Patienten
mit „ja”, bei 7 Patienten wurde keine Angabe registriert.
Tab. 1 Beurteilung der Verträglichkeit
allgemeine Beurteilung der Verträglichkeit
Fixiermaterial
Narbenpad
des Produktes
n
%
n
%
sehr gut
21
45,7
39
84,8
gut
8
17,4
4
8,7
mäßig
1
2,2
0
0,0
schlecht
3
6,5
0
0,0
keine Angabe
1
2,2
3
6,5
nicht benutzt
12
26,1
gesamt
46
100,0
46
100,0
Besprechung
Besprechung
Die vorliegenden Untersuchungsergebnisse zur Wirksamkeit und Verträglichkeit des hydroaktiven
Polyurethanpflasters zur Reduktion von keloidalen Narben wurde auf der Basis einer
offenen Anwendungsbeobachtung gewonnen; die Zielparameter Rötung, Wulstigkeit, Rauigkeit,
Spannungsgefühl und Juckreiz wurden nach subjektiven Angaben der Patienten und nach
Inaugenscheinnahme des Untersuchers und Fotodokumentation beurteilt. Da es sich um
eine Studie unter Praxisbedingungen handelte, die die im täglichen Gebrauch sich darstellenden
Effekte registrieren sollte, wurden keine zusätzlich objektivierbaren Methoden, wie
z. B. Ultraschalluntersuchung etc. des Narbengewebes durchgeführt, so dass das Studiendesign
hierzu keine metrisch-objektivierbaren Daten liefern kann. Dennoch liefert das Ergebnis
dieser Untersuchung interessante und verwertbare Erkenntnisse, da gerade die häufig
vorkommenden und kosmetisch stark störenden Keloide bei praktisch allen Patienten
eine subjektiv deutliche Verbesserung erfahren hatten, so dass dem Narbenpad eine
ausgesprochen hohe Akzeptanz und Wirksamkeit entgegengebracht und bescheinigt wurde.
Ausweislich der fotografischen Dokumentation lassen sich aber auch ganz offensichtlich
hervorragend objektivierbare Ergebnisse durch die Behandlung mit dem Narbenpad (Hansaplast
Narben Reduktion) erzielen (Abb. [3 ]
[4 ]
[5 ]
[6 ]). Der Eintritt der Wirksamkeit erfolgte bei zwei Drittel der Patienten nach 2 -
3 Wochen und führte bei einer zweimonatigen Anwendung zu einem stabilen Ergebnis,
so dass die Behandlung zu diesem Zeitpunkt beendet werden konnte.
Abb. 3 61-jähriger Mann, im Bauchbereich eine ca. 5 cm lange, mehr als 1 Jahr alte keloidale
Narbe.
Abb. 4 Ergebnis nach 8 Wochen Behandlung, deutliche Abflachung, vor allen Dingen aber Rückgang
der Entzündungszeichen und damit Reduktion der subjektiven Beschwerden vornehmlich
des Juckreizes.
Abb. 5 55-jährige Frau, Zustand nach OP Verschiebelappenplastik 4 Monate zuvor.
Abb. 6 Nach 10-wöchiger Behandlung Abflachung der Läsion bis ins Hautniveau, noch Reströtungen,
weitgehender Rückgang der subjektiven Beschwerden insbesondere Juckreiz.
Bei ca. einem Drittel war die Wirksamkeit verzögert, so dass eine Verlängerung der
Anwendung über weitere 4 Wochen zu gleich guten Ergebnissen führte. Eine Differenzierung,
bei welchen Patienten oder welcher Art von Keloid mit einer solchen Verzögerung zu
rechnen ist, lässt sich aus den hier vorliegenden Daten leider nicht geben, da dieses
weder durch Geschlecht, Größe, Lokalisation noch durch andere hier erfasste Kontrollparameter
näher eingrenzbar war. Die Anwendung des Narbenpflasters gestaltete sich problemlos,
das Fixiermaterial wurde nicht von allen Patienten als notwendig erachtet. Die Verträglichkeit
des Narbenpads selbst war uneingeschränkt gut, bei dem Fixiermaterial ergaben sich
bei einer kleinen Zahl von Patienten milde Probleme in Form von Juckreiz und Rötung,
die aber nach Absetzen sofort nach 2 - 3 Tagen wieder rückläufig waren.
Interessante Ergebisse lieferte auch die Auswertung und Zeitdauer der KN. Bei einer
groben Unterteilung in „frische keloidale Narben” (Alter 3 - 12 Monate) und „alte
keloidale Narben” (> 12 Monate) zeigte sich kein wesentlicher Unterschied. Auch solche
KN, die bereits länger als ein Jahr (max. 2 Jahre) bestanden hatten, sprachen in gleicher
Weise wie die wenige Monate alten Keloide mit der Verbesserung der aufgeführten Parameter
an.
Vermerkt werden muss hier allerdings, dass Aktivitätsparameter wie Rötung, Spannungsgefühl
und Juckreiz auch bei diesen alten keloidalen Narben im Sinne der Einschlusskriterien
dieser Studie noch vorhanden waren, weshalb verständlicherweise die Patienten auch
eine aktive Behandlung wünschten.
Die relativ hohe Akzeptanz des hier geprüften Narbenpads beruht in erster Linie auf
der Verbesserung der subjektiv störenden Parameter Juckreiz, Rötung etc. Zwar konnte
in einigen Fällen (siehe Abb. [1 ] und [2 ]) eine erhebliche Reduktion der Dicke bis hin zur völligen Abflachung der keloidalen
Narben erreicht werden, dennoch waren die Effekte auf das wulstartige Aussehen der
keloidalen Narben weniger ausgeprägt, so dass am Ende der Behandlung die eigentliche
Narbenwucherung noch erkennbar blieb, wenn sie auch im Volumen deutlich vermindert
wurde.
Da die Pathogenese der keloidalen Narben bis heute weitgehend unklar ist [3 ], kann auch über den detaillierten Ablauf eines möglichen Wirkungsmechanismus dieses
Narbenpads nur spekuliert werden. Ob die eingangs genannten, genetischen Faktoren
in erster Linie die Kollagenproduktion überstimulieren oder die Kollagenolyse am Ende
der Narbenbildung (Remodelling) negativ beeinflussen, ist unbekannt. Diverse Untersuchungen
konnten aufzeigen, dass sowohl eine gesteigerte Kollagenneosynthese als auch verminderte
Kollagenaseaktivität in keloidalen Narben messbar sind, so dass anzunehmenderweise
hier eine sich potenzierende gegenseitige Beeinflussung beider Faktoren zum Tragen
kommt, an der Integrine, Zytokine und Wachstumsfaktoren (TGFβ) und intrazelluläre
Matrixkomponenten teilnehmen. [4 ]
[9 ]
[16 ]
[19 ]
Die durch die Okklusion hervorgerufenen Effekte in keloidalen Narben [14 ]
[15 ] scheinen sich vor allem in einer gesteigerten Mikrozirkulation niederzuschlagen.
Temperaturmessungen der keloidalen Narben und der Umgebung führten unter Okklusion
zu einer Angleichung der Temperatur in den Narben an die der Narbenumgebung [13 ]. Analog hierzu konnte eine Steigerung der Mikrozirkulation, insbesondere mittels
der Venolenflussrate, nachgewiesen werden. Im Vergleich zur reinen Kompression waren
diese Effekte sowohl bei silikonhaltigen Pflastern als auch bei polyurethanhaltigen
Pflastern deutlich nachweisbar, wobei letztere aber noch signifikant besser abschnitten.
[1 ]
Eine Aussage zur grundsätzlichen Beeinflussung der Kollagenneosynthese bzw. strukturellen
Veränderung der keloidalen Narben lässt sich aufgrund der vorliegenden Ergebnisse
der 8- bis 12-wöchigen Behandlung mit dem Narbenpflaster nicht geben. Frühere Untersuchungen
haben gezeigt, dass für die Verbesserung der klinischen Parameter in erster Linie
wohl das okklusive Milieu und die damit verbundene Hydratisierung des Gewebes entscheidend
ist. Inwieweit hierfür ein Silikonanteil - wie in anderen Präparaten vorhanden - überhaupt
erforderlich ist, muss hinterfragt werden, da entsprechende Untersuchungen hierzu
keinen wesentlichen Unterschied zwischen silikonfreien und silikonhaltigen Narbenpads
aufzeigen konnten. [2 ]
Die Zukunft der Behandlung keloidaler Narben wird zur Zeit wohl am ehesten in einer
Kombination der zur Verfügung stehenden therapeutischen Optionen zu suchen sein [18 ]. Bei Patienten mit bereits bestehenden Läsionen wird man bei neu anstehenden operativen
Eingriffen versuchen, frühzeitig direkt nach dieser OP mit der Behandlung z. B. mit
dem hier vorgestellten Narbenpad beginnen, da sich gezeigt hat, dass schon hierdurch
ein besseres Narbenbild erreicht werden kann (eigene unveröffentliche Ergebnisse).
Zusätzlich wären Unterspritzungen mit Kortikoidkristallsuspensionen nach Ziehen der
Fäden nach ca. 10 - 14 Tage denkbar, um die Proliferation der Fibroblasten zu unterdrücken.
Bei beginnender Wulstbildung meist nach 3 - 4 Wochen könnte eine zusätzliche Therapie
mit einem farbstoffgepulsten oder langgepulsten Neodyn:YAK-Laser versucht werden,
um die gefäßproliferative Komponente zu reduzieren. Bei bereits bestehenden Keloiden
sind die in der Einleitung aufgezählten Methoden allein meist nicht Erfolg bringend.
Auch hier wird man Kombinationen aus konservativen (Narbenpflastern) und Kryo-Laser-chirurgische
Methoden einsetzen, um die ansonsten eher enttäuschenden Erfolgsquoten steigern zu
können.