Vom Nutzen der Betablocker bei der Therapie der Herzinsuffizienz muss heute wohl kaum
noch ein Mediziner überzeugt werden. Trotzdem hat eine amerikanische Forschergruppe
auf dem diesjährigen Kongress des American College of Cardiology (ACC) neue Daten
aus dem OPTIMIZE-HF[1]-Programm präsentiert. Sie zeigten, wie wichtig es ist, den Patienten bereits bei
der Entlassung aus der Klinik den Betablocker zu verschreiben.
Geringere Rehospitalisierungs- und Mortalitätsraten
Denn verließen die Patienten die Klinik ohne Rezept, erhielten nur knapp ein Drittel
davon später einen Betablocker. Wurde der Betablocker den Patienten dagegen bereits
bei ihrer Entlassung aus der Klinik (n = 1146) verschrieben, nahmen fast alle - nämlich
94% - diesen auch über den gesamten Beobachtungszeitraum von 60 und 90 Tagen ein.
Dementsprechend mussten nicht nur weniger Patienten erneut in die Klinik eingewiesen
werden ("odds ratio 0,71; p = 0,006), zudem verstarben in dieser Patientengruppe auch
deutlich weniger Patienten, das Mortalitätsrisiko reduzierte sich signifikant um 54%.
sts