Phosphodiesterase-5-Hemmer (PDE-5-Hemmer) haben den gleichen Wirkmechanismus, weisen
aber eine unterschiedliche Molekülstruktur und damit auch ein unterschiedliches Rezeptorbindungsverhalten
auf. So lassen sich Unterschiede zwischen den PDE-5-Hemmern hinsichtlich ihrer Wirkpotenz
und der Wirkdauer erklären. Dass es solche Unterschiede gibt und dass diese bei der
Therapie der ED durchaus relevant sein können, belegte eine erste Head-to-Head-Studie
zwischen Vardenafil und Sildenafil (Rubio-Aurides E, et al. J Sex Med 2006; 3: 1037-1049).
In der CONFIRMED-Studie[1] wurde der Beweis erbracht, dass Vardenafil gegenüber Sildenafil nicht unterlegen
ist und bei verschiedenen sekundären Zielparametern sogar eine nominelle statistische
Überlegenheit erreicht. In der CONFIRMED-Studie wurden 1 057 Männer (mittleres Alter
58 Jahre) mit ED und mindestens einem der kardiovaskulären Risikofaktoren Diabetes
mellitus, Hypertonie oder Hyperlipidämie jeweils vier Wochen lang entweder mit 20
mg Vardenafil oder 100 mg Sildenafil behandelt. Nach einer einwöchigen Wash-out-Phase
wurde die Medikation gewechselt und nochmals vier Wochen therapiert.
Sekundäre Parameter: ED-Patienten geben Vardenafil den Vorzug
Sekundäre Parameter: ED-Patienten geben Vardenafil den Vorzug
Insgesamt beendeten 931 Männer die Studie. Die Nicht-Unterlegenheit von Vardenafil
bei der Patientenpräferenz wurde erreicht: 38,9 % der Patienten bevorzugten Vardenafil,
34,5 % Sildenafil und 26,6 % gaben keine Präferenz an (keine Signifikanz). Bei 35
von 37 abgefragten ED-Parametern zeigten sich unter Vardenafil bessere Ergebnisse
als unter Sildenafil, bei 22 Parametern war die Überlegenheit von Vardenafil nominell
signifikant, so bei der erektilen Funktion, bei der Zufriedenheit mit dem Geschlechtsverkehr
und der allgemeinen Therapiezufriedenheit, bei der Möglichkeit der Penetration und
einer ausreichenden Erektion für einen erfolgreichen Geschlechtsverkehr. Auch die
Frage, ob die Behandlung die Erektion verbessert habe, beantworteten mehr Männer unter
Vardenafil mit "Ja" als unter Sildenafil (58 % vs. 41 %). Vorteile für Vardenafil
zeigten sich unter anderem auch bei der Zeit bis zum Eintritt der Erektion, bei der
Erektionsdauer, der Härte der Erektion, der allgemeinen Zufriedenheit und der Frage,
ob die Medikation weiter eingenommen werden wird. Insgesamt schnitt Vardenafil bei
12 von 19 Fragen zur Therapiezufriedenheit besser ab als das Vergleichspräparat Sildenafil.
Wie eine ED-Therapie das Verhalten der Paare verändert
Wie eine ED-Therapie das Verhalten der Paare verändert
Eine ED kann die Paarbeziehung enorm belasten, erklärte Professor Hermann van Ahlen
vom Klinikum Osnabrück auf einer Pressekonferenz im Rahmen des EAU in Berlin. Die
Erforschung dieser Probleme werde Therapeuten helfen, ihre Patienten bei der Wahl
der besten Behandlung zu unterstützen. Van Ahlen verwies in diesem Zusammenhang auf
die unter "Real-Life"-Bedingungen durchgeführte REPEAT-Studie[2], in der 20 000 Patienten aus 20 Ländern über ein Jahr begleitet werden. Insgesamt
ist die Studie auf eine Dauer von drei Jahren angelegt. "Im Mittelpunkt dieser Studie
stehen die Erwartungen und die Zufriedenheit der Paare während einer ED-Therapie",
so van Ahlen. Insbesondere werden im Rahmen der Studie die Parameter Klassifikation
der ED, Vorbehandlung der ED, Zufriedenheit mit der Wirksamkeit, Vergleich mit eventuell
vorangegangener Therapie, Compliance und Therapieabbruch sowie Sicherheits- und Verträglichkeitsaspekte
erfasst. Diese Informationen werden sowohl vom Patienten selbst als auch vom Partner
und dem behandelnden Arzt erhoben. Als Tool dient hierzu unter anderem ein standardisierter
Fragebogen, der die Zufriedenheit mit der Partnerschaft unter einer ED-Therapie abbildet.
Levitra®: hoch wirksam, bewährt und gut verträglich
Levitra®: hoch wirksam, bewährt und gut verträglich
Bayer Schering Pharma hat mit der REALISE-Studie[3] die weltweit umfangreichste Post-Marketing-Studie aufgelegt, um weitere praxisrelevante
Informationen zur Wirksamkeit und pharmakologischen Sicherheit von Vardenafil zu erhalten.
Beteiligt waren fast 104 000 Patienten aus über 50 Ländern. 55,1 % der Studienteilnehmer
wiesen neben der ED zwei oder mehr Begleiterkrankungen auf, am häufigsten vaskuläre
und Stoffwechselerkrankungen. Bereits nach der Einnahme von ein bis zwei Tabletten
berichteten 86,1 % der Patienten über eine Verbesserung ihrer ED-Symptomatik. Die
Analyse der gepoolten Daten der europäischen Studienteilnehmer zeigt, dass 94,1 %
der Patienten über eine verbesserte Penetration berichteten (SEP 2) und 86,3 % der
Patienten die Erektion lange genug aufrechterhalten konnten, um den Geschlechtsverkehr
erfolgreich zu Ende zu führen (SEP 3). Dies spiegelt sich auch in der Patientenzufriedenheit
wider: 93,1 % der Patienten waren mit der Wirksamkeit von Levitra® sehr zufrieden
oder zufrieden. Darüber hinaus waren 98 % der Patienten mit der Verträglichkeit sehr
zufrieden oder zufrieden, sodass 87,1 % der Patienten die Behandlung mit Levitra®
weiterführten.
gb
Quellen: Pressemeldung der Bayer Schering Pharma vom 19. September 2006 und "Innovations
in Men's Health: Real-Life Satisfaction for Men and their Partners", Pressekonferenz
der Bayer Schering Pharma im Rahmen der Tagung der European Association of Urology,
Berlin, 22.3.2007