Das Antiepileptikum Vigabatrin bietet möglicherweise auch bei Kokainsucht eine Therapieoption.
Vigabatrin hemmt als strukturanaloge Substanz zu GABA die GABA-abbauende GABA-Transaminase
und erhöht so die Konzentration des hemmend wirkenden Neurotransmitters. Da die Hemmung
irreversibel ist, hält dieser Effekt auch nach Absetzen des Medikaments an, bis neue
Enzyme zum Abbau der GABA von den Nervenzellen bereitgestellt werden. Vigabatrin scheint
auch die Verfügbarkeit von Dopamin im Gehirn zu verringern, das eine entscheidende
Rolle bei Substanzabhängigkeit spielt. In einer neunwöchigen Phase-II-Studie mit Vigabatrin
erreichten 28% der 109 Patienten die Kokainabstinenz vs. 8% in der Kontrollgruppe.
KW
Quelle: www.catalystpharma.com