Journal Club AINS 2020; 09(02): 107-108
DOI: 10.1055/a-1126-9686
Journal Club

Point-of-Care-Ultraschall-Befunde korrelieren mit der Diagnose Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom

Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSA) ist eine häufige schlafbezogene Atmungsstörung, die durch wiederholte Obstruktion der oberen Atemwege und Hypoxämie charakterisiert und mit erhöhter Morbidität und Mortalität assoziiert ist. Das OSA gilt als unabhängiger Risikofaktor für postoperative kardiorespiratorische Komplikationen und erhöhte perioperative Inanspruchnahme von Ressourcen des Gesundheitswesens. Die perioperative Diagnose eines OSA hat wichtige Implikationen, da Screening-Fragebögen übersensitiv und Schlafstudien teuer und zeitaufwändig sind.

Fazit

Der Point-of-Care-Ultraschall ist ein potentielles Tool für das Screening auf OSA, allerdings stellten die Autoren bei ihrer Literaturrecherche eine große Heterogenität der bislang verfügbaren Studien fest. Es fanden sich nur Studien, die außerhalb des perioperativen Settings durchgeführt wurden. Die Autoren schließen, dass künftige Studien klären müssen, ob eine perioperative Point-of-Care-Ultraschall-Untersuchung die diagnostische Genauigkeit von OSA-Fragebögen verbessern kann.



Publication History

Article published online:
03 June 2020

© Georg Thieme Verlag KG
Stuttgart · New York