retten! 2018; 7(04): 252-261
DOI: 10.1055/a-0579-8976
Fit für den Notfallsanitäter
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Transthorakale Schrittmachertherapie – Das sollten Sie wissen für die Ergänzungsprüfung

Rico Kuhnke
,
Thomas Ahne
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Publication History

Publication Date:
11 September 2018 (online)

retten! macht Sie fit für den Notfallsanitäter: In jeder Ausgabe arbeiten wir anhand eines Fallbeispiels einen interessanten Einsatz algorithmenkonform auf. Anhand von exemplarischen Fragen zu erweiterten Notfallmaßnahmen, zu Kommunikation und Rahmenbedingungen können Sie sich auf die Ergänzungsprüfung vorbereiten – egal, in welchem Bundesland Sie arbeiten.

Kommentar

von Rico Kuhnke, Schulleiter der DRK-Landesschule Baden-Württemberg

Mittlerweile werden in allen Bundesländern Ergänzungsschulungen von Rettungsassistenten zu Notfallsanitätern regelhaft durchgeführt. Grundlage für die Ergänzungsprüfungen sind flächendeckend die unterschiedlichsten Algorithmen welche die Vorgehensweise bei den erweiterten Maßnahmen, z. B. die Gabe von Medikamenten, regeln. In der Serie „Fit für den Notfallsanitäter“ stellen wir Ihnen die unterschiedlichsten Algorithmen und Empfehlungen von Fachgesellschaften, Behörden, Rettungsdiensten oder Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet vor. Unabhängig von der Darstellung sind die darin beschriebenen erweiterten Maßnahmen für Notfallsanitäter im Grunde einander sehr ähnlich. Gemeinsam ist allen das Ziel, dem Notfallsanitäter ein Handwerkszeug zur Seite zu stellen, mit welchem er in der Lage ist, die Zeit bis zum Eintreffen des Arztes sach- und fachgerecht zu überbrücken. Das Problem der so ausgebildeten Notfallsanitäter ist aktuell noch die große Unsicherheit in der Anwendung der Maßnahmen in der Praxis. Aus Sicht der Patienten ist es nicht zu verantworten, dass die ersteintreffende Besatzung zwar die notwendigen Maßnahmen sicher beherrscht, aber diese aufgrund einer bestehenden Rechtsunsicherheit nicht anwendet. Dieser letzte Schritt steht noch aus und muss geklärt werden. Regionale Modelle, in welchen dies funktioniert, gibt es genügend. Wichtig ist, dass dies nicht nur von einigen engagierten Ärzten abhängig sein kann, sondern zur gelebten Regel wird.