Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 2019; 14(01): 23-39
DOI: 10.1055/a-0585-0404
Grundlagen
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Klinische Untersuchung der Hand

Tarek Al-Malat
,
Simon Hingmann
,
Heinz-Herbert Homann
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Publication History

Publication Date:
04 February 2019 (online)

Als komplexes Greif- und Tastorgan kommt der Hand bei der Interaktion des Menschen mit der Umwelt eine besondere Bedeutung zu. Akute oder chronische Schäden können zu Funktionsbeeinträchtigungen der Hand führen. Eine strukturierte Anamnese und umfassende klinische Untersuchung sind die Basis für eine adäquate Diagnosestellung und nachfolgende therapeutische Maßnahmen.

Kernaussagen
  • Die diagnostische Eskalation in der Untersuchung der Hand umfasst

    • Anamnese,

    • klinische Untersuchung,

    • bildgebende Maßnahmen,

    • invasive diagnostische Maßnahmen (Arthroskopie).

  • Zur Untersuchung der Hand sollten die Arme mindestens ab dem Ellenbogengelenk zugänglich sein. Es werden immer beide obere Extremitäten im Seitenvergleich und beginnend mit der nicht betroffenen Seite untersucht.

  • Bestandteile der klinischen Untersuchung:

    • Inspektion,

    • Palpation (aufgrund des dünnen Weichteilmantels gut möglich),

    • Funktionsprüfung des vaskulären, sensorischen und motorischen Systems,

    • Beweglichkeitsmessung,

    • spezifische Tests, etwa zur

      • Untersuchung bei chronischen Sehnenerkrankungen

      • Untersuchung der peripheren Nerven (N. medianus, N. ulnaris, N. radialis),

    • Untersuchung von Knochen und Gelenken,

    • Tests zur Untersuchung der Handwurzelstabilität.

  • Es ist zu unterscheiden zwischen chronischen/degenerativen und akuten/traumatischen Läsionen der Hand.