Gastroenterologie up2date 2019; 15(01): 43-56
DOI: 10.1055/a-0630-4144
Wichtige Methoden in der Gastroenterologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Knöpfologie in der Dopplersonografie

Christian Jenssen
,
Reinhard Kubale
,
Andre Ignee
,
Leonie Bartsch
,
Verena Turco
,
Michael Hocke
,
Eckhart Fröhlich
,
Dagmar Schreiber-Dietrich
,
Heiko Dudwiesus
,
Christoph F. Dietrich
Further Information

Publication History

Publication Date:
27 March 2019 (online)

Für eine optimale sonografische Dopplerbildgebung müssen die Geräteeinstellungen an die spezielle Anwendung, patientenindividuelle Gegebenheiten und die Sehgewohnheiten des Untersuchers adaptiert werden. Dieser Beitrag ermöglicht dem Anwender, „sein“ Gerät vom Einschalten über die Dopplerbildoptimierung bis zur Speicherung immer gut handhaben zu können – ohne alle technischen oder physikalischen Details hinter den „Knöpfen“ zu kennen.

Kernaussagen
  • Die (Farb-)Doppleruntersuchung stellt heute in nahezu allen Darstellungsbereichen eine Standardergänzung der B-Bild-Sonografie dar.

  • Ihre Anwendungsmöglichkeiten umfassen qualitative Fragestellungen: die Identifikation von Gefäßen (in Abgrenzung z. B. zu erweiterten Gangstrukturen), den Nachweis eines Flusses innerhalb eines Gefäßlumens (ja/nein), die Bestimmung der Flussrichtung und die Beurteilung der Gefäßarchitektur. Darüber hinaus sind quantitative Aussagen insbesondere über Flussgeschwindigkeiten möglich.

  • Um eine korrekte Abbildung von langsamen und beschleunigten Flüssen zu ermöglichen und fehlerhafte Schlussfolgerungen zu vermeiden, müssen die richtige Dopplertechnik ausgewählt und die Darstellungsparameter optimiert werden. Dies geschieht in Abhängigkeit von Gefäßlokalisation, Darstellungsbedingungen, Gefäßtyp und für die Fragestellung geeignetem Schallkopf.

  • Dazu müssen nur wenige Einstellungen in der richtigen Reihenfolge angepasst werden: insbesondere Sendefrequenz, Pulsrepetitionsfrequenz, Einschallwinkel (Winkelkorrektur bei Einschallwinkeln zwischen 30 und 60°), Gain und eventuell der Wandfilter.

  • Die Kenntnis von Artefakten und Fehlermöglichkeiten ist wichtig, um Fehleinschätzungen zu vermeiden.