PSYCH up2date 2019; 13(01): 23-33
DOI: 10.1055/a-0635-5567
Affektive Störungen
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Interaktion von Depression mit kardiovaskulären und metabolischen Erkrankungen

Michael Deuschle
,
Maria Gilles
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Publication Date:
04 January 2019 (online)

Es besteht eine Wechselbeziehung zwischen Depression und körperlichen Erkrankungen. Besonders das metabolische Syndrom und die häufigen Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen zeigen eine höhere Prävalenz bei depressiven Patienten bzw. erhöhen das Risiko für eine Depression. Dieser Beitrag zeigt, welche Diagnostik notwendig ist und wie die Komorbiditäten berücksichtigt werden sollten.

Kernaussagen
  • Depression begünstigt das metabolische Syndrom, den Diabetes mellitus Typ 2 und Gefäßerkrankungen.

  • Bei manifester Gefäßerkrankung verschlechtert das Vorliegen einer Depression die Prognose.

  • Nach Herzinfarkt oder Schlaganfall treten gehäuft depressive Syndrome auf.

  • Eine Pharmakotherapie der Depression sollte keine kardiometabolischen Risiken und keine Wechselwirkung mit internistischer Medikation haben.

  • Patienten mit Depression haben ein erhöhtes kardiometabolisches Risiko und benötigen regelmäßiges Screening von metabolischen Laborparametern, Gewicht, Bauchumfang und Blutdruck.