Fortschr Röntgenstr 2019; 191(01): 48-53
DOI: 10.1055/a-0636-4055
Interventional Radiology
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Ultraschallassistierte Katheter-Anlage bei der CT-geführten HDR-Brachytherapie zur lokalen Ablation abdomineller Malignome: Erste Erfahrungen.

Article in several languages: English | deutsch
Robert Damm
1  Department of Radiology and Nuclear Medicine, University of Magdeburg, Germany
,
Shahen El-Sanosy
1  Department of Radiology and Nuclear Medicine, University of Magdeburg, Germany
,
Jazan Omari
1  Department of Radiology and Nuclear Medicine, University of Magdeburg, Germany
,
Romy Damm
1  Department of Radiology and Nuclear Medicine, University of Magdeburg, Germany
,
Peter Hass
2  Department of Radiotherapy, University of Magdeburg, Germany
,
Maciej Pech
1  Department of Radiology and Nuclear Medicine, University of Magdeburg, Germany
,
Maciej Powerski
1  Department of Radiology and Nuclear Medicine, University of Magdeburg, Germany
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

20 February 2018

14 May 2018

Publication Date:
11 October 2018 (eFirst)

Zusammenfassung

Ziel Evaluierung der Sicherheit und Machbarkeit der sonografisch assistierten Katheter-Anlage bei der interstitiellen High-dose-rate-Brachytherapie abdomineller Malignome.

Material und Methoden In einer ersten Kohorte von 12 Patienten mit 16 abdominellen Tumoren (kolorektale Lebermetastasen n = 9; Nierenzellkarzinom n = 3; hepatozelluläres Karzinom n = 2; cholangiozelluläres Karzinom n = 2) erfolgte die initiale Punktion und Katheter-Anlage bei der CT-gestützten Brachytherapie soweit möglich unter sonografischer Führung. Die Durchführung des Eingriffs wurde prospektiv erfasst und der klinische Verlauf der Patienten dokumentiert. Die erhobenen Daten wurden deskriptiv ausgewertet und mit dem Mann-Whitney-U-Test analysiert.

Ergebnisse Bei 12 von 16 Läsionen (Diameter 1,5 – 12,9 cm) konnte die initiale Punktion zur Katheter-Platzierung sonografisch erfolgreich ohne Zuhilfenahme der CT-Fluoroskopie vorgenommen werden, wodurch sich die mittlere Fluoroskopiezeit des gesamten Eingriffs signifikant verkürzen ließ (14,5 vs. 105,5 ; p = 0,006). Bei 8 Läsionen wurde die Sichtbarkeit im Ultraschall insgesamt besser bewertet als in der CT-Fluoroskopie (p = 0,2). Es traten keine Minor- oder Majorkomplikationen innerhalb von 30 Tagen auf.

Schlussfolgerung Die ultraschallassistierte Katheter-Anlage könnte bei der interstitiellen, CT-gestützten Brachytherapie abdomineller Tumore sowohl zur verbesserten Katheter-Positionierung als auch zur Reduzierung der Strahlenexposition des medizinischen Personals beitragen.

Kernaussagen Die ultraschallassistierte Katheter-Anlage bei der CT-geführten Brachytherapie abdomineller Tumore ist technisch machbar und sicher. Die Ultraschallpunktion könnte die Katheter-Positionierung verbessern. Eine signifikante Reduktion der Fluoroskopiezeit kann bei der Reduktion der Strahlenexposition des medizinischen Personals helfen.

Zitierweise

  • Damm R, El-Sanosy S, Omari J et al. Ultrasound-assisted catheter placement in CT-guided HDR brachytherapy for the local ablation of abdominal malignancies: Initial experience. Fortschr Röntgenstr 2019; 191: 48 – 53