CC BY-NC-ND 4.0 · Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(12): 1207-1211
DOI: 10.1055/a-0706-7578
GebFra Science
Statement/Stellungnahme
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit nach bariatrischen Operationen – eine OEGGG-Stellungnahme

Article in several languages: English | deutsch
Tina Stopp*
1  Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Klinische Abteilung für Geburtshilfe und feto-maternale Medizin, Medizinische Universität, Wien, Austria
,
Veronica Falcone*
1  Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Klinische Abteilung für Geburtshilfe und feto-maternale Medizin, Medizinische Universität, Wien, Austria
,
Michael Feichtinger
2  Wunschbaby Institut Feichtinger, Wien, Austria
,
Christian Göbl
1  Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Klinische Abteilung für Geburtshilfe und feto-maternale Medizin, Medizinische Universität, Wien, Austria
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

received 12 July 2018
revised 20 August 2018

accepted 20 August 2018

Publication Date:
14 December 2018 (online)

  

Zusammenfassung

Bariatrisch-chirurgische Maßnahmen werden zunehmend eingesetzt, wenn andere Interventionen wie die Lebensstilmodifikation oder eine Pharmakotherapie versagt haben. Vor allem ist auch eine steigende Anwendung dieser Eingriffe an Frauen im gebärfähigen Alter zu beobachten. Daher ist es notwendig, sich mit den Auswirkungen der bariatrischen Chirurgie auf Schwangerschaft und Geburt auseinanderzusetzen. Neben den positiven Effekten auf kardiovaskuläre und metabolische Parameter, müssen mögliche Nebenwirkungen wie mütterliche Anämie, ein erhöhtes Risiko für intraabdominelle Hernien, ein veränderter Glukosestoffwechsel sowie ein erhöhtes Risiko für eine fetale Wachstumsrestriktion beachtet werden. Der oGTT (oraler Glukosetoleranztest) ist bei Patientinnen nach einer bariatrisch-chirurgischen Intervention kontraindiziert, da dieser ein erhöhtes Risiko für hypoglykäme Episoden birgt. Für die vaginale Geburt und für das Stillen besteht keine Kontraindikation. Dieser Artikel wurde als Stellungnahme durch die Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG) veröffentlicht.

* zu gleichen Teilen beigetragen