Aktuel Urol 2019; 50(01): 94-99
DOI: 10.1055/a-0740-3166
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© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Uro mHealth: Gesundheits-Apps in der Urologie

Uro mHealth: health apps in urology
Philippe-Fabian Müller
Universitätsklinikum Freiburg, Klinik für Urologie, Freiburg
,
Franz F. Dressler
Universitätsklinikum Freiburg, Klinik für Urologie, Freiburg
,
Arkadiusz Miernik
Universitätsklinikum Freiburg, Klinik für Urologie, Freiburg
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Publication History

Publication Date:
09 November 2018 (eFirst)

Zusammenfassung

Die Nutzung von Smartphones und Tablets und den darauf benutzten mHealth-Apps nimmt weltweit zu. Dies gilt ebenfalls für Gesundheits-Apps in der Urologie. Der Zugang zu Wissen, die Sammlung von Daten und die professionelle Kommunikation selbst können dadurch vereinfacht und beschleunigt werden.

Das Spektrum an Gesundheits-Apps für Öffentlichkeit, Patienten, Gesundheitsberufe und dementsprechend auch Urologen ist groß. Insbesondere für Letztere entstanden in den vergangenen Jahren verschiedene, qualitativ hochwertige mHealth-Angebote. Dennoch besteht weiterhin großes Entwicklungs- und Verbesserungspotenzial und die Allgegenwärtigkeit von Gesundheits-Apps birgt auch Risiken. Beschäftigte in Gesundheitsberufen können zum Beispiel ihre privaten elektronischen Geräte in der Patientenversorgung nutzen und laufen so Gefahr, durch die Nutzung von Apps die Datenschutzrechte der Patienten zu verletzen.

Es bestehen keine einheitlichen Qualitäts- oder Zertifizierungsstandards für mHealth-Apps. Die Datenhoheit liegt momentan bei den privaten, meist kommerziellen Anbietern der Apps. Politik sowie Fach- und Fördergesellschaften sind gefragt, hier Standards festzulegen und durch Finanzierung entsprechender Schlüsselprojekte Benchmarks bez. Inhalt und Qualität der Apps zu definieren.

Abstract

The use of readily available mHealth apps on smartphones and tablets is increasing worldwide, including the field of urology. Access to knowledge, data collection and communication are thus simplified and accelerated. A wide range of health apps exists for the public, patients, health professionals and medical education. In particular, in the field of urology, several high quality mHealth contents have been created in recent years. Nevertheless, there is still need for improvement and development.

The ubiquity of health apps might also bring particular risks. Healthcare professionals can use their private electronic devices when dealing with patients or patient data, and thus risk violations of patient and data protection rights.

There are no universal quality standards or legal certification requirements for mHealth apps. Private (mostly commercial) app developers and providers possess quasi-proprietary rights concerning user data. Politics, scientific funding agencies and medical societies are therefore urgently needed to set standards and to promote and fund open-source key projects providing quality benchmarks within the field.