JuKiP 2019; 08(02): 48-49
DOI: 10.1055/a-0850-7583
Tipps und Trends
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Publication Date:
08 April 2019 (online)

Health Textiles auf dem Vormarsch

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(Quelle: hildeanna_AdobeStock)

Springer Medizin

Ob textilbasierte Softorthese als Unterstützung bei kindlicher Skoliose oder ein textiles Exoskelett, das beispielsweise Pflegenden den körperlich anstrengenden Alltag erleichtern kann – die sogenannten Health Textiles gewinnen an Bedeutung und reichen mittlerweile bis in unsichtbare Mikrobereiche hinein. So befinden sich Textilien mit eingenähten Silberfäden gegen unerwünschte Keime bereits im Praxistest und sollen – nachdem die bakterienhemmende Wirkung bereits nachgewiesen ist – nun beweisen, wie sie die Verbreitung von Keimen wie MRSA minimieren können. Ingenieurin Dr. Claudia Scholta, Projektmanagerin von Health.Textil 4.0, einem Projekt sächsischer Firmen, Forschungsinstitute und Vereine, erwartet auch wirtschaftliche Vorteile, „da weitaus weniger aufwendige Reinigungszyklen in Kliniken nötig werden“.

Weitere Entwicklungen zielen zum Beispiel auf mit Bewegungs- oder Vitalsensoren ausgestattete Textilien für Patienten ab, die per App mit Pflegern kommunizieren. „Die Einsatzszenarien sind unglaublich breit und in nicht mehr ferner Zukunft“, so Scholta.