JuKiP 2019; 08(02): 45
DOI: 10.1055/a-0850-7676
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© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

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Publication Date:
08 April 2019 (online)

„Kein Ansatz, der sich auf Wissen, auf Training, auf die Annahme irgendeiner Lehre verlässt, kann auf Dauer von Nutzen sein. Haltung ist entscheidend, nicht Worte.“

Carl Ransom Rogers (1902–1987), US-amerikanischer Psychologe und Psychotherapeut

Liebe Leserinnen und Leser,

„Leidenschaft, Empathie und großer Einsatz – das zeichnet Pfleger Jens aus“, so oder ähnlich klingende Zuweisungen kann man über den Pflegeberuf finden. In manchen Beiträgen scheint es, als würden Pflegende mit Empathie geboren und als wäre dies eine hinreichende Qualifikation, um den Beruf zu ergreifen – eine selbstverständlich plakative Zuschreibung, die wichtige Aspekte der Fachlichkeit und Qualifikation von Pflegenden oft außen vor lässt.

Pflegende hören zu, spenden Hoffnung oder vermitteln bei der Diagnose. Keine Frage, Caring-Berufe stehen für Empathie und das in vielfach existenzialen Situationen. Glück, Leid, Schmerz, Freude – die Fülle von Gefühlen und Bedürfnissen, denen Pflegende tagtäglich begegnen, ist beeindruckend.

Das vorliegende Heft lädt Sie ein, sich mit einem Beitrag von Dr. Annette Ziegler zum Thema Empathie als Basis und Herausforderung der frühen Eltern-Kind-Beziehung neue Impulse für Ihre Arbeit mit Kindern und Eltern zu erschließen. Das Forschungsprojekt empCARE betont die Möglichkeiten der Selbstpflege über ein empathiebasiertes Entlastungskonzept.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre!

Andreas Kocks