Osteologie 2019; 28(02): 136-139
DOI: 10.1055/a-0861-2813
Original Article
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Influence of vitamin D on fracture reduction among older adults: a discussion of recent meta-analysis findings

Einfluss von Vitamin D auf die Fraktur-Reduktion von älteren Menschen: Eine Diskussion neuer Meta-Analysen
Heike A. Bischoff-Ferrari
Dept. of Geriatrics and Aging Research,
University Hospital Zurich, Zurich, Switzerland
› Author Affiliations
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Publication History

20 February 2019

22 February 2019

Publication Date:
24 May 2019 (online)

Abstract

Recent meta-analyses on vitamin D and fracture reduction have led physicians and patients to question current guidelines on vitamin D. In this review of four recent meta-analyses, we summarize these meta-analyses with regard to target group and relevance to current guidelines. Importantly, two of the recent meta-analyses target adults age 50 years and older without osteoporosis and vitamin D deficiency where trial data is still very limited and does not reflect the target group of older adults age 65 and older vulnerable to both osteoporosis and vitamin D deficiency. One other meta-analysis has a focus on vitamin D plus calcium with significant benefits for both total and hip fractures, and one excludes these trials and shows no benefit plus has been questioned for several limitations with regard to study design. In summary, for older adults at increased risk for fractures and/or vitamin D deficiency, it is still reasonable to take 800 to 1000 IU vitamin D per day, following current recommendations. Reducing the risk of fractures among vulnerable older adults age 65 and older, at risk of vitamin D deficiency and fractures, remains a major public health target.

Zusammenfassung

Die neuen Meta-Analysen zu Vitamin D und Frakturreduktion haben Ärzte und Patienten dazu veranlasst, die aktuellen Richtlinien zu Vitamin D in Frage zu stellen. In dieser Übersicht fassen wir die vier neuen Metaanalysen hinsichtlich der Zielgruppe und der Relevanz für die aktuellen Richtlinien zu Vitamin D zusammen. Zwei der kürzlich durchgeführten Metaanalysen zielen auf Erwachsene ab 50 Jahren ohne Osteoporose und Vitamin-D-Mangel ab, eine Zielgruppe in der Studiendaten aus klinischen Studien sehr begrenzt sind und nicht die Zielgruppe älterer Erwachsener ab 65 Jahren abbilden, die sowohl für Osteoporose als auch für Vitamin D Mangel anfällig sind. Eine weitere Meta-Analyse fokussierte auf klinische Studien in der Vitamin D mit Calcium kombiniert wurde. Diese Studien zeigen einen Benefit bezüglich Risikoreduktion totale Frakturen und Hüftfrakturen und beziehen sich primär auf Menschen mit Alter 65 plus mit einem erhöhten Risiko für Vitamin D Mangel. Eine weitere Meta-Analyse schloss alle Studie, die Vitamin D und Calcium kombiniert prüften aus, und zeigte für jegliche Dosierung von Vitamin D keinen Benefit auf das Frakturrisiko, und wurde aufgrund verschiedener Schwächen im Studiendesign in Frage gestellt. Zusammenfassend ist es für ältere Erwachsene, die ein erhöhtes Risiko für Frakturen und / oder einen Vitamin-D-Mangel aufweisen, nach aktuellen Empfehlungen immer noch sinnvoll, 800 bis 1000 IE Vitamin D pro Tag einzunehmen. Die Verringerung des Frakturrisikos bei gefährdeten älteren Erwachsenen im Alter von 65 Jahren und älter, mit einem Risiko für Vitamin-D-Mangel und Frakturen, bleibt ein wichtiges Ziel für die öffentliche Gesundheit.