kleintier konkret 2019; 22(05): 8-16
DOI: 10.1055/a-0919-0711
Innere Medizin
Hund.Katze
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Nachgemessen! – Zeitgemäßes Monitoring beim Diabetiker

Katarina Hazuchova
,
Dorothee Dahlem
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Publication History

Publication Date:
24 October 2019 (online)

Eine enge Zusammenarbeit zwischen Besitzer und Tierarzt ist beim Management des Diabetes mellitus unerlässlich. Sowohl die Überwachungsmethode als auch die Frequenz der Kontrollen sollten den zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten des Besitzers sowie dem Temperament der Katze oder des Hundes angepasst werden.

Take home
  • Das Blutzuckertagesprofil besteht aus 7 Glukosemessungen im Abstand von 2 Stunden:

    • 1. Messung: vor der morgigen Fütterung und Insulininjektion

    • letzte Messung: vor der abendlichen Fütterung und Insulininjektion

  • Liegen die Glukosewerte < 5 mmol/l, ist eine Messung im Abstand von 60 Minuten empfehlenswert.

  • Entscheidend für die Insulindosisanpassung ist der Glukosenadir. Dieser sollte zwischen 4,5 und 8 mmol/l liegen.

  • Wichtige Voraussetzung für ein zuverlässiges Profil in der Praxis/Klinik ist die Einhaltung des gewöhnlichen Tagesablaufs des Patienten (Fütterung, Injektionszeiten, Spaziergänge).

  • Die ausführliche Aufklärung des Besitzers mit praktischen Übungen ist eine wichtige Voraussetzung für das „Home Monitoring“.

  • Die Fruktosaminbestimmung eignet sich, um eine Diabetes-assoziierte Hyperglykämie von einer Stresshyperglykämie zu differenzieren. Sie ermöglicht zudem eine Qualitätsbeurteilung der glykämischen Kontrolle.

  • Für unkooperative Patienten und Besitzer, die kein Blutzuckertagesprofil erstellen können, ist ein kontinuierliches Glukosemonitoring vorteilhaft.