Psychiat Prax 2020; 47(01): 43-45
DOI: 10.1055/a-0941-3874
Kasuistik
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Sexuelle Enthemmung bei Therapie mit Aripiprazol

Hypersexuality Induced by Aripiprazole
Ralf Kozian
Vinzenz von Paul Hospital, Rottweil
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Publication Date:
08 July 2019 (online)

Zusammenfassung

Das Auftreten einer Hypersexualität bzw. einer sexuellen Enthemmung bei Anwendung von verschiedenen Neuroleptika stellt eine Rarität dar. Bei Anwendung von Aripiprazol häufen sich jedoch Mitteilungen, nach denen es zu einer sexuellen Enthemmung bzw. auch anderen Impulskontrollstörungen wie dem pathologischen Spielen kommt. Verantwortlich dafür ist möglicherweise der Partialagonismus am D2-Rezeptor oder auch die Stimulation am 5-HT1A-Rezeptor und der 5-HT2A-Rezeptoren-Antagonismus.

Abstract

Hypersexual behavior can be assumed as a rare side effect of treatment with aripiprazole and is possibly due to partial agonism on dopamine receptors or partial agonism on 5-HT1A receptors and 5 HT2A antagonism.