Neurologie up2date 2021; 4(02): 151-169
DOI: 10.1055/a-1011-6780
Bewegungsstörungen

Das Spektrum der atypischen Parkinson-Syndrome im klinischen Alltag

Sylvia Maaß
,
Carla Palleis
,
Johannes Levin

Die Abgrenzung der atypischen Parkinson-Syndrome vom Morbus Parkinson und voneinander stellt den behandelnden Arzt besonders in den Anfangsstadien der Erkrankungen vor Herausforderungen.

In diesem Beitrag sollen klinische Charakteristika der einzelnen atypischen Parkinson-Syndrome anhand von Fallbeispielen dargestellt und spezifische Therapieoptionen genannt werden. Ziel ist es, eine möglichst frühzeitige Diagnosestellung zu ermöglichen.

Kernaussagen
  • Zu den atypischen Parkinson-Syndromen gehören die Multisystematrophie, die Demenz mit Lewy-Körpern, die progressive supranukleäre Parese und das kortikobasale Syndrom.

  • Diagnostische Schwierigkeiten kann die Abgrenzung dieser atypischen Parkinson-Syndrome vom Morbus Parkinson und die Unterscheidung untereinander bereiten.

  • Im Gegensatz zum Morbus Parkinson zeichnen sich die atypischen Parkinson-Syndrome je nach betroffener Hirnregion durch charakteristische zusätzliche, häufig nicht motorische Symptome aus, die im Verlauf der Erkrankung auftreten und diagnostisch wegweisend sein können.

  • Wichtiger Hinweis auf ein atypisches Parkinson-Syndrom ist z. B. das schlechte Ansprechen der motorischen Symptomatik auf eine Levodopa-Therapie.

  • Die Therapieoptionen der atypischen Parkinson-Syndrome sind limitiert und derzeit noch rein symptomatisch.

  • Die Prognose der atypischen Parkinson-Syndrome ist schlechter als beim Morbus Parkinson.



Publication History

Publication Date:
01 June 2021 (online)

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