Neonatologie Scan 2020; 09(04): 282-283
DOI: 10.1055/a-1078-4651
Aktuell
Stoffwechsel und Ernährung

Ausschließliche Ernährung mit humaner Milch: Rechnet sich das?

Frühgeborene profitieren hinsichtlich einer Vielzahl potenzieller Komplikationen, beispielsweise der nekrotisierenden Enterokolitis, der Retinopathie, der Sepsis sowie der bronchopulmonalen Dysplasie, von einer ausschließlichen Ernährung mit humaner Milch, bei welcher die Milch der eigenen Mutter bzw. Donormilch mit aus pasteurisierter Spendermilch gewonnenem Fortifier angereichert wird. Ist dieses Vorgehen auch unter Kostenaspekten vertretbar?

Fazit

Sehr leichte Frühgeborene (< 750 g) profitieren unter Kostenaspekten – in Folge der Senkung der Komplikationsraten – am stärksten von einer ausschließlichen Ernährung mit humaner Milch, so die Autorinnen und Autoren. Bei höherem Geburtsgewicht sind ökonomische Vorteile dagegen nur bei geringeren Fortifierkosten zu erwarten. Auch das klinikspezifische Komplikationsrisiko spielt hier eine wichtige Rolle. Die Arbeitsgruppe hofft, dass ihre Analyse Kliniken bei entsprechenden Entscheidungen unterstützen kann.



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Publication Date:
23 November 2020 (online)

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