PSYCH up2date 2021; 15(01): 55-65
DOI: 10.1055/a-1113-1424
Affektive Störungen

Rückfallprophylaxe der Depression: Traditionelle und neue Ansätze der Psychotherapie

Eva-Lotta Brakemeier
,
Anne Guhn

Die Psychotherapie sollte in der Behandlung der Depression neben der akuten Symptomreduktion auch die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Auftretens der Störung bzw. eines Rückfalls verringern. Der Patient soll lernen, erneuten Verschlechterungen eigenverantwortlich vorzubeugen und diese zu bewältigen. Im Beitrag werden bewährte und neuere Ansätze der psychotherapeutischen Rückfallprophylaxe praxisnah vorgestellt und diskutiert.

Kernaussagen
  • Die Rezidivprophylaxe stellt einen wichtigen Bestandteil der Psychotherapie von Depressionen dar.

  • Hilfreiche therapeutische Strategien werden reflektiert und bilanziert, um die in der Akutbehandlung erzielten Erfolge aufrechtzuerhalten.

  • Insbesondere für persistierende depressive Störungen sollten Maßnahmen der Erhaltungstherapie frühzeitig geplant werden.

  • Die Wirksamkeit der Rezidivprophylaxe ist gut beforscht. Dennoch fehlt es an systematisierten und manualisierten Konzepten, auch in der Aus- und Weiterbildung von Psychotherapeut*innen.

  • Die Mindfulness-Based Cognitive Therapy (MBCT) und die Well-Being Therapy (WBT) sind speziell für die Rezidivprophylaxe konzipiert worden.



Publication History

Publication Date:
04 January 2021 (online)

© 2021. Thieme. All rights reserved.

Georg Thieme Verlag KG
Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany