Rofo 2020; 192(06): 584
DOI: 10.1055/a-1163-5861
Nachruf

In Memoriam Prof. Dr. med. Friedrich H. W. Heuck

Kurz vor Weihnachten 2019, am 13.12.2019, verstarb im gesegneten Alter von 97 Jahren in Stuttgart das Ehrenmitglied der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG), der Präsident des Deutschen Röntgenkongresse 1972 in Stuttgart, der Träger der Albers-Schönberg-Medaille der DRG und von 1970 an über 20 Jahre Vorsitzender des Ausschusses für Standesangelegenheiten der DRG, Prof. Dr. Friedrich Heuck. Heuck war einer der bedeutenden deutschen Radiologen in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, der aufgrund seiner wissenschaftlichen Aktivität in der Osteologie auch international großes Ansehen erlangte. Von 1964 bis 1986 war Heuck Ärztlicher Direktor des Zentralen Röntgeninstituts des Katharinenhospitals in Stuttgart, eine der größten Städtischen Kliniken Deutschlands. Seine fachliche und wissenschaftliche Reputation dokumentierte sich 1969 auch durch den Ruf auf den Lehrstuhl für Radiologie an der Universität Hamburg, den er aufgrund der damaligen unruhigen Zeiten während der „Studentenrevolten“ an den deutschen Universitäten ablehnte. Der Schwerpunkt seines wissenschaftlichen Interesses lag in der Osteologie mit Pathomorphologie, Mikroradiografie und radiologischen Diagnostik von Skeletterkrankungen wie generalisierten Osteopathien sowie der quantitativen Analyse des Knochens. Heuck war Autor und Herausgeber von 15 Monografien, der Zeitschriften „Der Radiologe“ und „Skeletal Radiology“, des Handbuchs der Radiologie, „Frontiers in European Radiology“ und „Forschung mit Röntgenstrahlen“. Darüber hinaus erschienen über 300 wissenschaftliche Publikationen in nationalen und internationalen wissenschaftlichen Fachzeitschriften.



Publication History

Publication Date:
27 May 2020 (online)

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