Journal Club AINS 2020; 09(03): 167-168
DOI: 10.1055/a-1166-7652
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Blutfluss an der Fingerspitze kann Outcome bei Kreislaufschock prädizieren

Der Kreislaufschock, in der Regel erkennbar an arterieller Hypotension mit Zeichen der Gewebsminderdurchblutung führt zu abnormaler zellulärer Sauerstoffverfügbarkeit und Organdysfunktion. Veränderungen in der Hautdurchblutung können bei Patienten mit Schock bereits früh auftreten, sogar noch bevor globale hämodynamische Variablen verändert sind. Diese Veränderungen können trotz hämodynamischer Stabilisierung bestehen bleiben. Daher kann jede Veränderung der Hautdurchblutung ein wertvolles Alarmsignal bei der Behandlung von Schockpatienten sein.

Fazit

Der Blutfluss in der Haut gemessen mittels Laserdoppler war bei Patienten mit Kreislaufschock verändert; die Größe der Veränderung war proportional zum SOFA-Score und zu den Laktatwerten und prädiktiv für die Mortalität auf Intensivstation. Die Evaluation der Hautdurchblutung mittels Laserdoppler könnte ein wertvolles Hilfsmittel für das Monitoring der Gewebsperfusion bei Kreislaufschock sein, so die Autoren. Allerdings geben sie zu bedenken, dass die vorliegende Studie nur eine Single-Center-Studie mit limitierter externer Validität ist. Daher sind weitere Studien notwendig, um zu klären, ob die verwendete Technologie auch geeignet ist, das initiale Flüssigkeitsmanagement zu steuern.



Publication History

Publication Date:
10 September 2020 (online)

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