Rofo 2021; 193(01): 77-80
DOI: 10.1055/a-1172-6516
The Interesting Case

Kontrastmittelultraschall (CEUS) zur Erfolgskontrolle nach translumbaler Embolisation von komplizierten Typ-II-Endolecks nach endovaskulärer Aortenaneurysmarekonstruktion (EVAR)

Authors

  • Natascha Platz Batista da Silva

    Department of Radiology, University Hospital Regensburg, Germany
  • Ernst Michael Jung

    Department of Radiology, University Hospital Regensburg, Germany
  • Wibke Uller

    Department of Radiology, University Hospital Regensburg, Germany

Einleitung

Derzeitige Standardtherapie des abdominellen Aortenaneurysmas (BAA) ist die endovaskuläre Aortenrekonstruktion (EVAR), zu deren häufigster Komplikation Endoleckagen zählen. Meist handelt es sich um Typ-II-Endolecks. Typ-II-Endoleckagen treten in ca. 10–25 % der Fälle nach EVAR auf und werden durch einen persistierenden Blutzufluss aus einem oder mehreren viszeralen Gefäßen in den Aneurysmasack unterhalten ([Tab. 1]) [AWMF S3-Leitlinie BAA 2018]. Da sich 40–70 % der Typ-II-Endolecks in den ersten Monaten postoperativ selbst limitieren, kann zunächst eine Kontrolle ohne Therapie erfolgen [Ribé et al. Vasc 2017; 25: 266–271]. Sollte ein persistierendes Endoleck mit Expansion des Aneurysmasacks bestehen, gibt es derzeit mehrere interventionell-radiologische Embolisationstechniken zum Verschluss der speisenden Gefäße (Embolisation mittels Coils oder permanente Flüssigembolisaten). Der interventionelle Zugangsweg kann hierbei perkutan-transarteriell oder direkt translumbal erfolgen.



Publication History

Article published online:
09 June 2020

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