Dialyse aktuell 2020; 24(09): 360-366
DOI: 10.1055/a-1190-8056
Schwerpunkt
Nephrologie

Der Einfluss der Mikrobiota auf den Blutdruck

Wie Darmbakterien Bluthochdruck und Organschäden beeinflussen
Nicola Wilck
1   Experimental and Clinical Research Center, eine Kooperation von Charité – Universitätsmedizin Berlin und Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, Berlin
2   Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft, Berlin
3   DZHK (Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung), Partner Site Berlin, Berlin
4   Berlin Institute of Health (BIH), Berlin
5   Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und Internistische Intensivmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin
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ZUSAMMENFASSUNG

Den Einfluss der Mikrobiota auf Gesundheit und Krankheit besser zu verstehen, ist eine große Herausforderung für die Forschung. Darmbakterien können die Blutdruckregulation beeinflussen und die Entstehung von Bluthochdruck begünstigen. Dabei ist zum einen eine aberrante Zusammensetzung der Bakterien relevant, zum anderen sind veränderte Funktionen der bakteriellen Gemeinschaft ausschlaggebend. Eine Schlüsselfunktion nehmen von Bakterien produzierte Metabolite ein, die vom Wirt resorbiert werden und Einfluss auf Gefäßfunktion, immunologische Prozesse und Endorganschäden nehmen können. Da Bakterien diese Metabolite aus N 11907967 ährstoffen herstellen, wird einmal mehr die zentrale Rolle der Ernährung klar. Ballaststoff- und Salzgehalt der Nahrung sollen in diesem Artikel beispielhaft aufzeigen, wie Nährstoffe über bakteriell vermittelte Mechanismen den Blutdruck beeinflussen können. Zukünftig könnte die gezielte Nutzung der Mikrobiota die Therapie von Patienten mit Bluthochdruck verbessern.



Publikationsverlauf

Artikel online veröffentlicht:
12. November 2020

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