Senologie - Zeitschrift für Mammadiagnostik und -therapie 2020; 17(04): 232-235
DOI: 10.1055/a-1202-6536
Aktuell diskutiert

Empfehlungen der Österreichischen Gesellschaft für Senologie – Nachsorge nach Mammakarzinom

Michael Stierer
1  PK Döbling, Brustzentrum Wien, Vorstandsmitglied der ÖGS
,
Rupert Bartsch
2  Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Innere Medizin 1, Klinische Abteilung für Onkologie, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der ÖGS
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In zahlreichen Studien konnte gezeigt werden, dass die Verabreichung einer systemischen Therapie nach erfolgter Lokaltherapie zur Verbesserung des Gesamtüberlebens führt. [1]

Im Gegensatz dazu konnte bis jetzt aber nicht schlüssig bewiesen werden, dass ein frühzeitiger Therapiebeginn zum Zeitpunkt des Auftretens asymptomatischer Metastasen die Überlebenszeit signifikant verlängert. [2] [3] Lediglich die frühzeitige Entdeckung eines Lokalrezidivs sowie eines kontralateralen Karzinoms führt zur Prognoseverbesserung, sodass aus dieser Sicht eine obligate apparative Nachsorge bis auf die Mammografie und den Brustultraschall nicht notwendig erscheint beziehungsweise nicht generell empfohlen werden kann [4].



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Publication Date:
15 December 2020 (online)

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