Neonatologie Scan 2021; 10(01): 11-14
DOI: 10.1055/a-1320-7309
Diskussion

Extremfrühgeborene: Schützt die rhIGF-1/rhIGFBP-Substitution vor Hirnschäden?

Extrem unreife Frühgeborene haben postnatal unphysiologisch niedrige IGF-1-Spiegel (IGF-1: insulin-like growth factor-1). Eine internationale Phase II-Studie untersuchte, ob die Behandlung mit einem Komplex aus rekombinantem humanem (rh)IGF-1 und IGF-Binding-Protein-3 (rhIGF-1/rhIGFBP-3) im Vergleich zur Standardbehandlung Frühgeburtskomplikationen reduziert. Nun berichtet das Forscherteam, ob die Therapie verschiedenen zerebralen Schäden vorbeugt.

Fazit

Extrem unreife Frühgeborene entwickeln unter der Behandlung mit rhIGF-1/rhIGFBP-3 tendenziell seltener zweit- bis drittgradige Einblutungen in die germinale Matrix/intraventrikuläre Hämorrhagien oder periventrikuläre hämorrhagische Infarkte, so die Autorinnen und Autoren. Am stärksten profitieren von der Intervention offenbar Frühgeborene ohne Hirnblutungsereignisse. Nach Ansicht des Forscherteams müssen nun weitere Studien diese Ergebnisse an größeren Patientenkollektiven überprüfen.



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Publication Date:
22 February 2021 (online)

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