Aktuelle Urol 2021; 52(05): 412-414
DOI: 10.1055/a-1324-0022
Referiert und kommentiert

Blasenkrebsrisiko bei Querschnittslähmung

Die Lebenserwartung nach traumatischen Rückenmarksverletzungen steigt aufgrund von Fortschritten in den Behandlungsmethoden. Damit gewinnt auch die Entwicklung eines Harnblasenkarzinoms an Bedeutung. Über den Zusammenhang traumatisch bedingter Querschnittlähmungen und Jahre später auftretender Harnblasenkarzinome wurde wenig publiziert. In der Studie wird untersucht, ob Querschnittgelähmte mit und ohne Dauerkatheterisierung ein erhöhtes Blasenkrebsrisiko haben.

Fazit

Die Befunde weisen darauf hin, dass ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Querschnittlähmung und dem Harnblasenkarzinom besteht. Die Harnblasentumoren bei diesen Patienten unterscheiden sich offenbar, und bislang nicht histopathologisch fassbar, von denen der Allgemeinbevölkerung. Der Grund dafür ist noch unbekannt, die Arbeit zeigt weiterhin, dass bei Patienten mit Querschnittslähmung auch ohne Dauerkatheterisierung ein erhebliches Risiko für die Entwicklung von Blasenkrebs besteht.



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Publication Date:
24 August 2021 (online)

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