Aktuelle Rheumatologie 2021; 46(03): 249-257
DOI: 10.1055/a-1404-3089
Review

Mental Comorbidity in Rheumatic Diseases

Psychische Komorbidität bei rheumatischen Erkrankungen
Olga Seifert
1   Rheumatologie, Uniklinik Leipzig, Leipzig, Deutschland
,
Christoph Baerwald
2   Department für Innere Medizin, Neurologie und Dermatologie, Sektion Rheumatologie, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland
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Abstract

In this review, we summarise the most relevant studies in a PubMed Search term “mental disorders and rheumatic disease” in the last 15 years. Mental disorders such as depression and anxiety are common in people with rheumatic diseases. Treating these comorbidities can improve the patientʼs quality of life. The high prevalence of symptoms of psychiatric disorders is a challenge for rheumatologists, especially with regard to the differentiation of possible psychiatric components in rheumatological diseases. Screening for psychiatric problems in patients with rheumatic diseases should be evaluated as soon as possible, as these can have a major influence on the perception of pain and physical functioning status from the outset. Mental health disorders are seen as a risk factor for poor patient outcomes, as patients may not adhere to medical treatments. The potential side effects of biological agents can increase patient anxiety and affect adherence to therapy. Therefore, interdisciplinary care would be of great advantage in the treatment of rheumatic patients with psychological comorbidities.

Zusammenfassung

In dieser Übersicht wurden die wichtigsten Studien einer PubMed-Suche zum Thema „Psychische Störungen und rheumatische Erkrankungen“ der letzten 15 Jahre zusammengefasst. Psychische Störungen wie Depression- und Angsterkrankungen sind bei Personen mit rheumatischen Erkrankungen häufig. Durch eine Behandlung dieser Komorbiditäten kann die Lebensqualität der Patienten verbessert werden. Die hohe Prävalenz von Symptomen psychiatrischer Störungen ist eine Herausforderung für Rheumatologen, insbesondere im Hinblick auf die Differenzierung möglicher psychischer Komponenten bei rheumatischen Beschwerden. Das Screening auf psychiatrische Probleme bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sollte so bald wie möglich evaluiert werden, da diese von Anfang an einen großen Einfluss auf die Wahrnehmung von Schmerzen und den körperlichen Funktionsstatus haben können. Psychische Störungen sind als Risikofaktor für ein schlechtes Outcome bei Patienten anzusehen, da die Patienten sich möglicherweise nicht an medizinische Behandlungen halten. Die möglichen Nebenwirkungen von biologischen Wirkstoffen können das Angstniveau der Patienten erhöhen und die Therapietreue beeinflussen. Von daher hätte eine interdisziplinäre Versorgung einen großen Vorteil bei der Behandlung von rheumatischen Patienten mit psychischen Komorbiditäten



Publikationsverlauf

Artikel online veröffentlicht:
13. April 2021

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