Z Orthop Unfall 2021; 159(03): 243-245
DOI: 10.1055/a-1416-2834
Orthopädie und Unfallchirurgie aktuell

Aktuelle rechtliche Anforderungen für die Erstattung des Zusatzentgelts 126 für die autologe matrixinduzierte Chondrozytentransplantation

Ulrike Brucklacher

Schon seit Jahren begutachtet der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Fälle, bei denen eine matrixinduzierte Chondrozytentransplantation durchgeführt wird, im Hinblick auf die Erstattung des Zusatzentgelts 126 negativ. Häufig geschieht dies vor dem Hintergrund, dass für die eingesetzten Produkte, bei denen es sich zulassungsrechtlich um sogenannte Advanced Therapy Medicinal Products (ATMP) handelt, eine zentrale europäische Zulassung noch fehlt. Allein die nationale Zulassung im Rahmen der sogenannten Krankenhausausnahme nach § 4b AMG reiche – so die Ansicht des Medizinischen Dienstes und der Krankenkassen – nicht aus. Durch eine Gesetzesänderung werden diese Einwände jedoch weitestgehend entkräftet, da der Gesetzgeber den Einsatz innovativer Methoden im stationären Bereich befürwortet, solange dieser durch den Gemeinsamen Bundesausschuss nicht untersagt wurde. Versicherte haben auf sog. Potenzialleistungen einen Anspruch und diese müssen durch die Krankenkassen refinanziert werden.



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10 June 2021 (online)

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