Psychiatr Prax 2021; 48(05): 274-276
DOI: 10.1055/a-1497-5736
Szene

Frankreich: Psychiatrische Versorgung in schwerem Fahrwasser

Die Psychiatrie in Frankreich ist ein Fach mit langer Tradition, die auch in den deutschsprachigen Nachbarländern ihre Spuren hinterlassen hat. Man denke an Phillipe Pinel und sein Wirken hin zu einer Humanisierung der Zwangsmaßnahmen in den Anstalten des 18. Jahrhunderts, oder an Jean-Martin Charcot und seinen Einfluss auf die Arbeiten von Siegmund Freud.

Jedoch steckt das Fach seit mehreren Jahren in einer handfesten Krise, deren Bewusstsein sich unter anderem in einer Flut von Bestandsaufnahmen seitens diverser staatlicher und berufsständischer Akteure ausdrückt [1] [2] [3] [4] [5]. Im Vordergrund dieser Texte steht die Kritik an einem labyrinthisch anmutenden Versorgungssystem, in dem weder psychisch Kranke noch deren Behandler ihren Platz finden, und in dem Versorgungsqualität und Gleichbehandlung leiden.



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Publication Date:
14 July 2021 (online)

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