Das Q-Fieber (von query fever) ist eine durch den Erreger Coxiella (C.) burnetii ausgelöste
und meist von Ziegen, Schafen oder Kühen auf den Menschen übertragene Zoonose. In
den meisten Fällen verläuft die Infektion asymptomatisch bzw. unter dem Bild eines
grippalen Infekts. Seltener treten granulomatöse Hepatitiden oder atypische Pneumonien
auf. Bei ca. 1–5 % der Fälle resultiert ein chronischer Verlauf. Bei rekurrierender
Symptomatik sollte insbesondere bei Patienten mit Valvulopathien oder bei Trägern
von kardiologischen Devices, künstlichen Herzklappen oder Gefäß-Endoprothesen eine
Endokarditis/-plastitis in Erwägung gezogen werden, die mit einer hohen Mortalitätsrate
von bis zu 65 % assoziiert ist. Da die Anzucht des Erregers über zelluläre Kulturverfahren
Speziallaboren vorbehalten ist, basiert die Diagnose in der Regel auf serologischen
Untersuchungen oder dem Erregerdirektnachweis mittels PCR. Zur Therapie stehen verschiedene
antimikrobielle Substanzen – bei chronischen Verläufen ggf. in Kombination mit Hydroxychloroquin
– zur Verfügung.