B&G Bewegungstherapie und Gesundheitssport 2022; 38(02): 66-69
DOI: 10.1055/a-1745-2719
Journal Club

Welche Einstellungen und Meinungen haben Ärzte und Pflegekräfte zum Thema Bewegung bei Krebs und wie gehen sie damit um?

Maximilian Köppel

Einleitung

Mit über 700 klinischen Studien liegt inzwischen eine überzeugende Evidenz für die Wirksamkeit körperlicher Aktivität und körperlichen Trainings in der Onkologie vor [1]. Das Wirkspektrum körperlicher Aktivität reicht dabei vom Nebenwirkungsmanagement [1] [2] [3] bis hin zur Reduktion der Rezidivwahrscheinlichkeit sowie der krebsbedingten Sterblichkeit [4]. Trotz dieser vielversprechenden Wirkungen ist lediglich ein Teil der Krebspatienten körperlich aktiv und/oder nimmt bewegungstherapeutische Angebote in Anspruch [5] [6]. Entsprechend gängiger gesundheitspsychologischer Modelle kommt Fachkräften in der Gesundheitsversorgung (health care professionals HCP), u. a. den behandelnden Ärzten und Pflegekräften, eine wichtige Rolle in der Intentionsbildung und Verhaltensumsetzung zu. Dies wirft unmittelbar die Frage auf, welche Einstellungen und Meinungen HCP gegenüber Bewegung in der Onkologie besitzen, inwieweit sie Patienten zu Bewegung motivieren und was wichtige Förderfaktoren sowie Barrieren hinsichtlich des Empfehlungsverhaltens der HCP sind.



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Article published online:
02 May 2022

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