Zusammenfassung
Hintergrund Die präoperative Prothesenplanung ist der Goldstandard bei der Implantation einer
elektiven Knietotalendoprothese. In dieser Studie führen wir eine retrospektive Analyse
zweier verschiedener Kalibrationsmarker durch. Methoden Die präoperative Implantatplanung mittels MediCad wurde in 231 Fällen durchgeführt.
Wir verglichen in 2 Gruppen die Treffsicherheit einer Kalibration mittels Kugelmarker
gegen eine mithilfe des KingMark-Systems durchgeführte Kalibrierung, indem die präoperativ
geplanten Größen mit den tatsächlich implantierten Größen verglichen wurden. Resultate Insgesamt zeigte sich in 60,4% (n = 140) der Fälle kein kombiniertes femorotibiales
Match, sprich mindestens eines der geplanten Implantate wich in seiner Größe von der
Planung ab. In 39,4% (n = 91) zeigte sich eine treffende Vorhersage der Implantatgrößen
in der Messung sowohl femoral als auch tibial. Gruppe 1 zeigte eine
statistisch signifikant bessere Vorhersage der Implantatgröße für das kombinierte
femorotibiale Match der Implantatgrößen sowie für die femorale Größe allein. Schlussfolgerung Auf Basis unserer Studie sollte das KingMark-Kalibrierungssystem gegenüber standardisierten
Kugelmarkern bevorzugt werden. Insgesamt liefern beide Systeme jedoch keine zufriedenstellende
Vorhersage der tatsächlichen Prothesengröße.
Schlüsselwörter
Knie - Totalendoprothese - Planung - TEP