Zusammenfassung
Das kolorektale Karzinom (KRK) ist eines der häufigsten Malignome, bei dem in den
letzten Jahren eine signifikante Zunahme hereditärer Fälle beobachtet werden konnte.
Die zweithäufigste
Ursache für ein hereditäres KRK ist die familiäre adenomatöse Polyposis, eine obligate
Präkanzerose. Sinnvollster Therapieansatz ist eine prophylaktische laparoskopische
Proktokolektomie mit
Ileumpouch-analer Anastomose (IPAA) im jungen Erwachsenenalter. Mit der zunehmenden
Etablierung robotischer Verfahren stellt sich die Frage, ob die Vorteile der robotischen
Operationen, wie
bspw. vereinfachtes Operieren und bessere Visualisierung in engen Räumen, insbesondere
bei der prophylaktischen Proktokolektomie, sinnvoll sein kann. Problematisch ist allerdings
die
Notwendigkeit, in allen 4 Quadranten des Abdomens operieren zu müssen, was bei robotischen
Eingriffen ein limitierender Faktor sein kann. Ziel dieser Arbeit war es daher, die
Machbarkeit der
robotisch assistierten Proktokolektomie mit IPAA zu demonstrieren und Tipps für eine
Anwendung in der klinischen Praxis zu geben.
Schlüsselwörter
Abdominalchirurgie - FAP - Proktokolektomie - robotisch assistierte Chirurgie - heriditäre
Tumorerkrankung - kolorektale Chirurgie
Keywords
abdominal surgery - cancer genetics - colon surgery - robotic assisted surgery - proctocolectomy
- familial adenomatous polyposis