Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) sind medizinische Leistungen außerhalb des
Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenkassen. Sie werden von niedergelassenen
Ärzt*innen angeboten
und von Patient*innen in Eigenleistung bezahlt. Aktuell hat der sogenannte IGeL-Monitor,
eine Institution des Medizinischen Dienstes der gesetzlichen Krankenkassen, zum 4. Mal
seinen
IGeL-Report publiziert. Hierbei wird hervorgehoben, dass die transvaginale Sonografie
von Uterus und Eierstöcken besonders fragwürdig sei. Die Deutsche Gesellschaft für
Ultraschall in der
Medizin e. V. (DEGUM) kritisiert diese Einschätzung und fürchtet eine Verunsicherung
der Patientinnen. Die DEGUM weist darauf hin, dass die transvaginale Sonografie der
Ovarien als wichtige,
komplettierende Erweiterung der gynäkologischen Routineuntersuchungen zu betrachten
sei, unter anderem in der Diagnostik und Ausbreitungseinschätzung der Endometriose.